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Hans-Jakob Gall hat ein Flerschemer Werdderbuch über lokale Mundart zusammengestellt.

Main-Taunus-Kreis

Hans Jakob Gall erhält AWO-Sozialpreis

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Der Flörsheimer Autor wird für seine Verdienste um die Flörsheimer Mundart ausgezeichnet. Mit einem eigens herausgebrachten Wörterbuch will er das „Flerschmerische“ retten.

Koon oone konn ohne oon onnern.“ Klingt wunderbar, sieht aber auch geschrieben richtig schön aus. Die Retter der Mundart haben den O-Ton zu ihrem Motto gemacht. Weil es nicht nur ein gutes Beispiel für die Übertragung von Gesprächslauten in die Schriftsprache ist. Dahinter steht auch eine Bitte: „Kein einer kann ohne einen andern“ ist die Aufforderung zur Beteiligung an der Rettungsaktion für das „Flerschmerische“, das Ur-Idiom der alten Flörsheimer.

Hans Jakob Gall treibt diese Idee seit Jahren um, der fast 85-Jährige hat das „Flerschemer Werrderbuch“ entwickelt. Er selbst ist ein „ahle Flerschemer“.

Aber Hans Jakob Gall ist nicht nur umtriebig in der Sprachforschung. Er ist auch Heimatforscher, Autor, Essayist, Geschichtenerzähler und sein vielen Jahren Kolumnist der Flörsheimer Zeitung und da als „Eiern Honnes“ schreibend unterwegs, im Lokalblatt an prominenter Stelle.

Gall ist ein „Bürger im besten Sinne des Wortes“, findet die Arbeiterwohlfahrt (AWO), weil er auch als Initiator der Stiftung Marienkapelle und Kämpfer gegen Fluglärm und für mehr Lebensqualität in Flörsheim auftritt. Deswegen wird er sechster Preisträger des mit 250 Euro dotierten AWO-Sozialpreises 2020, der im Mai übergeben werden soll. 

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