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Nur die halbe Wahrheit

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In der Diskussion um die B519 neu in Flörsheim geben beide Seiten kein gutes Bild ab. Bürgermeister Antenbrink sollte alle Zahlen auf den Tisch legen. Und die Bigu verpasst die Chance, ihre Position stark zu machen.

Von Claudia Horkheimer

Wenn man die Wahl hat, ob der Feldhamster einen Platz zum Leben findet oder die eigene Familie in Ruhe durchschlafen kann, wird man sich vermutlich für Zweiteres entscheiden. Das ist in Ordnung. Aber bevor man sich entscheidet, sollte man abwägen, ob die vermeintlich bessere Lösung wirklich hält, was sie verspricht. Eine Straße ist schnell gebaut, eine Landschaft im Nu zerstückelt. Solange der gewünschte Effekt eintritt und die Lebensqualität sich wirklich verbessert, ist dagegen kaum etwas zu sagen. Doch wird er das?

Hier wäre die Stadt gefragt, neutral zu informieren. Auch wenn Bürgermeister Antenbrink der Ansicht ist, er habe den Willen des Magistrats zu vertreten, der für den Bau der B519 neu ist, so sollte er nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und nicht Gesamtverkehr und Durchgangsverkehr mischen. Dann bitte alle Zahlen auf den Tisch.

Umso trauriger, dass die Bigu ihre Chance verpasst hat, die andere Seite der Medaille aufzuzeigen. Von den Befürwortern kann dies nur als Zeichen ihrer Schwäche gedeutet werden.

„Auch mit der Straße werdet ihr keinen Himmel auf Erden haben“, prophezeit Peter Kluin von der Galf. Stimmt. Vor allem nicht, wenn nach dem Bau keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Innenstadt umgesetzt werden, weil der Stadt dafür das Geld fehlt. Dann bleibt das besinnliche Leben ein schöner Traum, die Naturzerstörung jedoch ist Realität.

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