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Auch auf den Erdbeerfeldern bei Kriftel hat das Unwetter Schäden angerichtet.
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Auch auf den Erdbeerfeldern bei Kriftel hat das Unwetter Schäden angerichtet.

Main-Taunus

Hagel vernichtet Obsternte

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Der Hagel macht den Bauern einen Strich durch die Rechnung. Vor allem auf dem Hochfeld in Kriftel sind die Schäden an den Kulturen groß.

Die Obstbäume haben keine Blätter mehr, in die Schale der erst daumendicken Äpfel und Birnen haben die Hagelkörner große Löcher geschlagen. „So etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagt der Krifteler Landwirt Andreas Theis. Die Hagelschauer, die am Freitagabend über Hofheim und Kriftel niedergingen, hätten innerhalb weniger Minuten für immensen Schäden in den Obstplantagen geführt. „Auf dem Hochfeld ist vermutlich fast die gesamte Ernte kaputt“, sagt Andreas Theis. Auch Johannisbeeren, Himbeeren und Zwetschken lägen dort auf dem Boden. „Alles vom Hagel abgeschlagen.“

Kaum besser sieht es bei den Erdbeerkulturen auf dem Hochfeld aus. Auch sie seien stark in Mitleidenschaft gezogen, berichtet Theis. Wie sich die Ernte der Freilandfrüchte, die erst vor wenigen Tagen so richtig begonnen hat, weiterentwickelt, sei schwer zu sagen.

„Wir hoffen, dass es jetzt einigermaßen trocken bleibt und Pflanzen und Früchte nicht weiterfaulen“, sagte der Krifteler Landwirt. „Abschätzen können wir es nicht. So eine Situation ist für uns alle Neuland.“ Versicherungen gegen derartige Schäden habe im Main-Taunus-Kreis kaum ein Bauer, berichtet Andreas Theis. „Das ist hier kein typisches Hagelgebiet.“ Außerdem seien Sonderkulturen wie der Obstbau an sich schwer zu versichern.

Keine Versicherung abgeschlossen

Dass er Geld für den Ernteausfall bekommt, damit kann auch der Hofheimer Landwirt Reiner Paul nicht rechnen. In den vergangenen 25 Jahren habe er ein solches Unwetter wie am vergangenen Freitag nicht erlebt, sagt der Wallauer. „Ich habe deshalb auch keine Versicherung abgeschlossen.“

Paul rechnet mit erheblichen Ernteausfällen vor allem auf seinen Erdbeerfeldern in den Wiesbadener Stadtteilen Ickstadt und Breckenheim. Die Spätsorte Malvina sei dort betroffen, berichtet er. „Die Felder sehen nach dem Hagel aus, als wäre jemand mit dem Rasenmäher drüber gefahren.“ Blüten und Blätter seien abgeknickt, Früchte lägen lose auf der Erde. Auch die Erdbeeren, die der Hagel nicht abgeschlagen hat, hätten fast alle Schaden genommen. „Verkaufen kann man die nicht mehr. Höchstens Marmelade oder Erdbeer-Secco draus machen“, sagt Reiner Paul.

Vom Hagel weitgehend verschont geblieben sind Reiner Pauls Erdbeerfelder im Hofheimer Stadtteil Wallau. „Dort sind keine Hagelschauer niedergegangen“, berichtet er. „Und der Starkregen, der schädigt die Pflanzen nicht so sehr.“

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