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Krifteler und Hofheimer Bauern mit ihren Erdbeeren.
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Krifteler und Hofheimer Bauern mit ihren Erdbeeren.

Erdbeeren im Main-Taunus

Gute Erdbeer-Ernte erwartet

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Landrat Cyriax eröffnet offiziell die Erdbeer-Saison im Main-Taunus-Kreis. 500 Helfer pflücken die roten Früchte. Es wird eine gute Erdbeer-Ernte erwartet.

Der Krifteler Obstbauer Berthold Heil war zufrieden mit dem Termin: „In den nächsten zwei Wochen läuft die Ernte richtig an.“ So lag Landrat Michael Cyriax (CDU) genau richtig, als er am Mittwoch die Erdbeersaison für den Main-Taunus-Kreis offiziell eröffnete. Das war nicht von vornherein klar: Bei der kühlen Witterung der letzten Tage war der Erntebeginn nicht genau vorherzusagen.

Doch die Erdbeerbauern aus Kriftel, Hofheim und Hattersheim, die Cyriax ins Landratsamt geladen hatte, zeigten zufriedene Gesichter. Der Nachtfrost hatte der einen oder anderen Erdbeerblüte zwar zugesetzt, größere Ernteverluste hat es aber gegeben. In den nächsten acht bis zehn Wochen werden die Obstbauern die roten Früchte an ihren Verkaufsständen oder in den Hofläden anbieten. Die Erdbeeren, die dort zum Preis zwischen 3,50 bis 3,80 Euro pro Pfund zu haben sind, werden jeden Tag frisch geerntet.

Zu diesem Zweck haben die Bauern aus dem Main-Taunus-Kreis rund 500 Erntehelfer engagiert, die in diesem Jahr für den Mindeststundenlohn von acht Euro beschäftigt werden. Die meisten kommen aus Rumänien, rund 30 Prozent aus Polen. Es sind vorwiegend Frauen.

Der Mindestlohn bedeutet für die Bauern eine Herausforderung. „Wer seine Früchte direkt verkauft, kann die verteuerte Produktion über den Preis abfangen“, erklärt der Krifteler Andreas Theis. „Doch die Obstbauern, die ihre Früchte über Großhandel vertreiben, bekommen zunehmend Probleme.“ Laut Theis ist daher „hundert Prozent Direktvermarktung“ das Ziel für die nächsten Jahre.

Sorgen macht den Bauern die Kirschessigfliege Drosophila suzuki, die es nicht nur auf rote Weintrauben, sondern auch auf Erdbeeren abgesehen hat. Um sie abzuwehren, wollen die Bauern Netze spannen. Auch Himbeeren und Brombeeren sind gefährdet. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln müssen die Verbraucher trotzdem nicht fürchten: „Unsere Erdbeeren kann man ungewaschen essen“, sagt Bertold Heil und weist darauf hin, dass ohnehin nur die Blüten und nicht die Früchte behandelt werden.

Clery, Rumba, Sonata, Korona und Malvina heißen die gängigen Erdbeersorten, die in diesem Jahr im Main-Taunus-Kreis reifen. auch eine neue Art mit den Namen Elianny ist dabei. Nach Auskunft von Landwirt Jürgen Pauly hat es jedoch keinen Sinn, nur eine bestimmte Sorte zu verlangen: „Alle haben ihre spezifische Reifezeit.“

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