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Grünes Licht für Kulturzentrum

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Von: Torsten Weigelt

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Das Pfarrzentrum.
Das Pfarrzentrum. © Michael Schick

Das Pfarrzentrum St. Franziskus an der Feldbergstraße wird in ein kulturelles Zentrum umgewandelt. Auch das Stadtmuseum soll dort untergebracht werden.

Auf „erheblich mehr Platz“ freut sich der Vorsitzende des Museumsvereins, Rüdiger Kraatz. Und er spricht von einem „vielversprechenden und tragfähigen Konzept“. Die Rede ist vom Umzug des Stadtmuseums in die Räume des Pfarrzentrums St. Franziskus an der Feldbergstraße und dessen Umwandlung in ein kulturelles Zentrum.

Politisch sind die Weichen dafür nun gestellt. Mit Zustimmung aus allen Fraktionen hat das Stadtparlament in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause den Kauf des Pfarrzentrums durch die Städtebauliche Entwicklungsgesellschaft (StEG) abgesegnet.

Außerdem haben die Stadtverordneten grünes Licht dafür gegeben, dass die StEG ihr aktuelles Treuhandvermögen von 350 000 Euro für den Kauf des Gebäudes verwenden und künftige Einnahmen für den Umbau nutzen darf. Insgesamt kostet der Kauf 760 000 Euro. 500 000 Euro sind für den Umbau eingeplant. Von einer glücklichen Fügung spricht Thomas Horn. Schließlich hatten sich jüngst erst die Pläne zerschlagen, Museum und kulturelles Zentrum an der Hauptstraße anzusiedeln.

Synergien drängen sich auf

Im Mittelpunkt der Pläne für die Feldbergstraße steht der Saal des Pfarrzentrums, der künftig für Sonderausstellungen des Museums ebenso genutzt werden soll wie für Vorträge, kleine Aufführungen, Lesungen und Veranstaltungen der benachbarten Kindertagesstätte. „Die Synergien drängen sich auf“, findet Thomas Horn.

Die Dauerausstellung des Museums soll in den übrigen Räumen des Pfarrzentrums mehr Präsentationsfläche erhalten als in seinem aktuellen Domizil an der Frankfurter Straße. So sei künftig ein eigener Bereich für die Familie von Gagern vorgesehen, teilt Horn mit. Möbelwerkstatt und Museumspädagogik werden wohl in den Keller des Pfarrzentrums einziehen, wo sich derzeit noch eine Kegelbahn befindet. Auch das Stadtarchiv könnte dort unterkommen, wünscht sich der Bürgermeister. Dadurch könnten wiederum Räume im Rathaus, im Bürgerhaus Fischbach und im Feuerwehrhaus frei werden.

Private Feiern soll es in dem Pfarrzentrum künftig nicht mehr geben. Eine Gastronomie ist ebenfalls nicht vorgesehen. Lediglich eine kleine Teeküche soll es geben, kündigt der Bürgermeister an.

FDP war skeptisch

Allerdings sei noch ausreichend Zeit zu diskutieren und ein „Feinkonzept“ zu erarbeiten, so Horn. Denn mit dem Umbau des Pfarrzentrums werde es frühestens 2016 losgehen. Die Pfarrgemeinde benötigt das Gebäude noch, bis das Pfarrzentrum in Hornau umgebaut ist, das die Katholiken aus beiden Ortsteilen dann gemeinsam nutzen werden.

CDU-Fraktionschef Markus Bock lobte im Parlament das Vorhaben als „kulturpolitisch wesentlichen Schritt“. Der Kauf des Pfarrzentrums sei „eine Chance, die man beim Schopf greifen muss“, pflichtete Albrecht Kündiger (UKW) bei – auch wenn es noch viele offene Fragen gebe. Und Eckart Hohmann (SPD) befand: „Man musste zugreifen.“ Am skeptischsten hatte sich im Vorfeld die FDP gezeigt. „Kultur ist wichtig, sie muss aber auch bezahlbar sein“, betonte Fraktionschef Heinz Kunz. Allerdings stimmten schließlich auch die Freien Demokraten dem Projekt zu.

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