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Eschborner Grüne: Bärbel Grade, Thomas Ebert, Kordula Schulz-Asche, Dorothea Nassabi und Monika Reckhard (von links).
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Eschborner Grüne: Bärbel Grade, Thomas Ebert, Kordula Schulz-Asche, Dorothea Nassabi und Monika Reckhard (von links).

Eschborn

Grüne wollen Koalition fortsetzen

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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2011 profitierten die Grünen in Eschborn noch vom „Fukushima-Effekt“. Bei der kommenden Kommunalwahl will die Partei mit der Sozialen Mitte, Klimaschutz und neuen Wohnungen als Wahlkampfthemen punkten.

Themen statt Personen – mit dieser Strategie wollen die Eschborner Grünen im Kommunalwahlkampf punkten. Deshalb haben sie nun drei Flyer an die Haushalte verteilt, in denen sie fast ausschließlich ihre inhaltlichen Schwerpunkte präsentieren. Lediglich auf der letzten Seite finden sich jeweils ein Foto und die Namen der 19 Kandidatinnen und Kandidaten.

Ziel sei ein ähnliches Ergebnis wie vor fünf Jahren, gibt Spitzenkandidatin und Parteivorsitzende Bärbel Grade vor. Sie räumt ein, dass die Grünen 2011 auch in Eschborn vom „Fukushima-Effekt“ profitiert haben, allerdings habe ihre Partei in der schwarz-grünen Koalition bewiesen, dass sie in der Lage sei, ihre Vorhaben auch umzusetzen. „Wir haben sogar mehr erreicht als im Koalitionsvertrag vereinbart war“, sagt der Erste Stadtrat Thomas Ebert, der selbst nicht auf der Kommunalwahlliste steht. Als Beispiele führt er das kommunale Klimaschutz-Programm und die Förderung des Radverkehrs an. Außerdem hätten die Grünen gegen großen Widerstand den Bau neuer Sozialwohnungen angeschoben.

Ganz ungetrübt ist die Bilanz allerdings nicht. Viele Großprojekte seien nicht vorangekommen, räumt Ebert ein. Besonders schmerzhaft sei das bei der Alten Mühle und der Sozialen Mitte an der sogenannten Rapp-Kreuzung. Deshalb steht die geplante Seniorenimmobilie zwischen Hauptstraße und Hinter der Heck auch für die kommenden fünf Jahre wieder ganz oben auf der To-do-Liste der Grünen. Das Thema brenne vielen Eschbornern auf den Nägeln, sagt Dorothea Nassabi, das zeigten die Gespräche mit den Bürgern.

Am liebsten wieder mit der CDU

Und auch bei dem drei Hektar großen Grundstück gegenüber dem Wiesenbad, auf dem Sozialwohnungen entstehen sollen, wollen die Grünen nicht lockerlassen. Schon jetzt gebe es 350 Menschen, die eine bezahlbare Bleibe suchen, rechnet Thomas Ebert vor. Leider werde der Bebauungsplan für das Vorhaben am Wiesenbad immer wieder „torpediert“, ebenso wie die weiteren Schritte für die Soziale Mitte. Genauer wollten die Grünen gestern bei einem Pressetermin zwar nicht werden – auch wenn die Kritik deutlich auf Bürgermeister Mathias Geiger und seine FDP gemünzt war.

Es sei nicht im Interesse ihrer Partei, dass die Personalie Geiger den Kommunalwahlkampf überlagert, betonte die Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche, die in Eschborn auf dem „Ehrenplatz“ 19 antritt. Deshalb wollen die Grünen die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Geiger wegen Geheimnisverrats auch nicht eigens thematisieren.

Am liebsten würden die Grünen auch in den kommenden fünf Jahren mit der CDU zusammenarbeiten. „Wir haben gute Erfahrungen gemacht“, lobt Bärbel Grade. Allerdings sei die Konstellation mit acht Listen sehr unübersichtlich, ergänzte Thomas Ebert. Deshalb wolle seine Partei sich auch andere Optionen offenhalten.

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