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Grüne gegen Bürgerinitiative

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Der geplante Sportpark in Eschborn.
Der geplante Sportpark in Eschborn. © Götte Landschaftsarchitekten

Die Schwalbacher Grünen halten die Kampagne der Bürgerinitiative "Kein Sportpark Arboretum" für eine überzogene Stimmungsmache. Von Claudia Horkheimer

Von Claudia Horkheimer

Der geplante Sportpark zwischen Schwalbach und Eschborn sorgt zwischen der Bürgerinitiative (BI) Kein Sportpark Arboretum und den Schwalbacher Grünen für Kontroversen. Zwar hatten sich die Grünen für den Bürgerentscheid eingesetzt. Jedoch üben sie jetzt scharfe Kritik an der Informationskampagne der Initiative. Grünen-Stadtverordneter Arnold Bernhardt spricht von einer "grotesk überzeichneten Desinformationskampagne". Die Initiatoren schreckten nicht davor zurück, eine "ganz normale Sportstätte, ein kleines Stadion bei Mann Mobilia und sogar die Erweiterung des Arboretums als Betonwüste zu bezeichnen".

Die Grünen halten den jetzigen Kompromiss und auch die Ausgleichszahlung von 2,5 Millionen Euro von Eschborn an Schwalbach zwar nicht für das Optimum, aber für vertretbar. Schließlich werde durch die Sportanlage und die Erweiterung des Waldparks um 7,2 Hektar der Grüngürtel direkt vor Schwalbach befestigt. Bei einer Ablehnung des Projektes würden womöglich andere Gewerbegebiete und Betonwüsten auf den Plan gerufen werden, da das Areal verkehrstechnisch gut angebunden ist.

Kritik an "Stimmungsmache"

Eines der Gegenargumente der BI ist, dass Schwalbach durch den Sportpark eine seiner letzten Flächen verlieren würde, die als Ausgleichsfläche für andere Bauvorhaben auf Schwalbacher Gemarkung dienen könnte. "Das ist eine ungewöhnliche Stoßrichtung in die die BI damit zielt", findet Bernhardt. Denn Schwalbach benötige keine zusätzlichen Gewerbegebiete, und es sei Konsens in den Fraktionen den Status quo erhalten zu wollen. "Totaler Unfug, mit der Keule einer Gewerbeansiedlung zu drohen", kontert indes Martin Buß von der BI. Das Gebiet gehöre zum Regionalen Grünzug und unterliege entsprechenden Einschränkungen. Darüber hinaus habe die BI nie über das Thema Gewerbeansiedlung gesprochen.

Auf wenig Verständnis stößt bei den Grünen auch die plakative Stimmungsmache gegen den Nachbarn. Schließlich würden Schwalbacher auch das Wiesenbad in Eschborn besuchen und könnten in Eschborner Vereine beitreten, um die neue Sportstätte zu nutzen. Klar sei, dass der Bedarf an Sport- und Freizeitflächen in der Region bestehe und ein ausreichendes Angebot sei auch wichtig für Integration von Jugendlichen. Über die Aufhebung des Bebauungsplans zum Sportpark stimmen die Schwalbacher am 1. November ab.

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