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Flörsheims Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD).
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Flörsheims Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD).

Flörsheim

Gratis-Kita und ein Radhaus

Flörsheims Bürgermeister Antenbrink will den Euro drei Mal umdrehen, hat aber trotzdem noch große Pläne für die Mainstadt. Von Gesa Fritz

Von Gesa Fritz

Drei Jahre hält Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) jetzt die Zügel der Stadt Flörsheim in Händen. In seinen Augen nicht nur der richtige Zeitpunkt, um eine erste Bilanz zu ziehen, sondern vor allem für einen Blick in die Zukunft.

Obwohl er für das Haushaltsjahr 2010 ein Defizit von fast 7,8 Millionen Euro bei einem Volumen von rund 32,2 Millionen Euro erwartet, hat er große Pläne. "Wir müssen wirklich jeden Euro dreimal umdrehen - aber wir müssen unbedingt in die Attraktivität unserer Stadt investieren", betont der Bürgermeister.

Höhere Hortgebühren

So bald wie möglich will Antenbrink den vormittäglichen Besuch des Kindergartens in der Mainstadt kostenlos anbieten. Wenn es nach ihm geht, schon im kommenden Jahr. "Wir brauchen junge Familien in Flörsheim", sagt er.

Einen Finanzierungsplan hat er auch schon: Die Einnahmeausfälle in Höhe von rund 450.000 Euro sollen durch eine Erhöhung der Gebühren für die Betreuung der unter Dreijährigen und der Schulkinder um 10 bis 15 Prozent ausgeglichen werden. Damit würden sie laut Antenbrink auf Kreisniveau ansteigen. Außerdem schwebt ihm eine Erhöhung der Grundsteuer um 40 Punkte vor. Flörsheim gehört hessenweit noch zu den günstigsten Städten.

Ein weitere Punkt auf seiner Liste ist die Nordseite des Flörsheimer Bahnhofs zwischen Höllweg und den Gleisen. "Das Grundstück verschandelt unser ganzes Stadtbild", findet Antenbrink. Gespräche mit dem Grundbesitzer, der Bahn, gibt es bereits. Bis Anfang 2010 soll es konkrete Pläne geben. Der Bürgermeister könnte sich an dieser Stelle beispielsweise ein Hotel vorstellen.

Gebaut werden soll auch im Gewerbegebiet West V zwischen Keramag/Falkenberg und Flörsheim. Antenbrink will das Klärwerk erweitern, eine Unterführung bauen und den Bauhof verlegen lassen. Für den neuen Bauhof könne er sich eine gemeinsame Lösung mit Hochheim vorstellen.

An der Erweiterung des Rathauses hält Antenbrink fest. Er will die Verwaltung an einem Standort konzentrieren und dadurch Synergien schaffen. "Dazu können öffentliche Fördermittel genutzt werden", sagt er. Die Verlagerung des Stadtbüros vom Bahnhof weg sieht er als Chance für ein neues Projekt: An dieser Stelle hätte er gerne ein Radhaus. In dem Gebäude, so seine Vorstellung, könnten die Drahtesel verkauft, repariert oder auch sicher geparkt werden.

Antebrink hat im Parlament keine Mehrheit. Im Hinblick auf die Realisierung seiner Ziele ist er dennoch optimistisch: "Wegen der wirtschaftlichen Bedrohung stellen alle Seiten - auch ich - ihre politischen Animositäten zurück", sagt der SPD-Mann.

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