Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Geschichte von den Pantoffeln

Kelkheim 19-jährige Eichendorff-Schülerin Kerstin Böttcher gewinnt Literaturpreis

Von Claudia Horkheimer

Er hatte seinen Pantoffeln einen Namen gegeben." Um diesen einen Satz herum sollten die Teilnehmer einer Kreativ-Schreiben-AG an der Eichendorff-Schule in Kelkheim eine Geschichte entwerfen. Kerstin Böttcher gelang das so gut, dass sie mit ihrer Kurzgeschichte "Heino" jetzt den ersten Platz beim Literaturpreis "Jugend Literatur-Forum Hessen-Thüringen" belegte.

Der Literaturwettbewerb ist ein länderübergreifender Wettbewerb für den Schriftsteller-Nachwuchs. Er wurde 1984 unter dem Namen Junges Literaturforum Hessen gegründet und wird vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und dem thüringischen Wissenschaftsministerium veranstaltet. In diesem Jahr wurden aus 481 Einsendungen 31 Autoren zwischen 16 und 25 Jahren als Preisträger ausgewählt, von denen 20 aus Hessen und elf aus Thüringen kommen.

Nicht die erste Auszeichnung

Für die 19-jährige Kerstin Böttcher ist es nicht der erste Preis. Bereits während eines Gastsemesters in den USA kam sie auf den vierten Platz eines Creative-Writing-Wettbewerbs. Seit dem sie in der 8. Klasse an einer Projektwoche zu "Fantastischer Literatur" in der Eichendorff-Schule teilnahm, kommt sie vom Schreiben nicht mehr los. Bislang sind drei Romane und zwei Kurzgeschichten aus ihrer Feder entstanden, die Kurzgeschichten wurden veröffentlicht. Momentan arbeitet sie an einem längeren Text.

"Dabei geht es um eine Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat und versucht, sich über das Führen eines Tagebuchs zu helfen", sagt die Schülerin. Das Ganze ist in einer fernen Galaxie in der Zukunft angesiedelt. Denn Kerstin Böttcher schreibt am liebten Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten. Ihre Vorbilder sind J. R. R. Tolkien und Joanne K. Rowling.

Mehr Förderung in den USA

Beim Schüleraustausch machte sie in den USA die Erfahrung, dass dort "kreatives Schreiben an Schulen mehr gefördert wird". Es werde mehr Wert auf das eigene Schreiben gelegt, jedenfalls wenn man Fächer wie Creative Writing oder Newspaper belege. Im Deutschunterricht sei man dagegen "mehr auf Klassiker wie Goethes Faust fixiert".

Beruflich will sich die Abiturietin allerdings nicht alleine auf die Schriftstellerei verlassen. "Ich will meine anderen Interesse nicht aus den Augen verlieren", sagt sie. Deshalb plane sie ein Studium der Meeresbiologie in Köln. Und schließlich sollen ihre Geschichten, "selbst wenn ich Fantasy schreibe, nicht aus dem biologischen Ruder laufen".

Kerstin Böttcher hat nicht nur den Literaturpreis gewonnen, sondern auch gerade den viertbesten Abi-Abschluss der Schule gemacht. "Schüler wie Kerstin wünscht man sich natürlich", sagt Schulleiter Horst Ackermann. Aber es gebe verschiedene Möglichkeiten erfolgreich zu sein und "man kann von den Schülern nicht nur Spitzenleistungen erwarten".

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare