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Gerrit Richter zieht sich als SPD-Chef des Main-Taunus-Kreises zurück.
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Gerrit Richter zieht sich als SPD-Chef des Main-Taunus-Kreises zurück.

SPD Main-Taunus

Gerrit Richter gibt Vorsitz ab

Gerrit Richter kandidiert nicht mehr für den Vorsitz der SPD Main-Taunus. Beim Parteitag am Wochenende soll die Landtagsabgeordnete Nancy Faeser das Amt übernehmen.

Es geht nicht mehr. SPD und Beruf passen zeitlich nicht länger unter einen Hut. Deshalb hört Gerrit Richter (35) als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks auf. Der Eschborner wird am Samstag, 4. Juli, beim Unterbezirksparteitag in Bad Soden nicht mehr für das Amt kandidieren. Das habe aber nichts damit zu tun, dass er politisch glücklos sei. "In Hessen gibt es nur zwei Unterbezirksvorsitzende, die nicht Berufspolitiker sind. Einer davon bin ich", erklärt Richter. Dies sei mit seinem Beruf als selbstständiger Unternehmer in der IT-Branche nicht länger vereinbar. "Amt und Aufgaben sind besser bei jemandem aufgehoben, der Politik hauptberuflich macht", so Richter. Er will sich jetzt mehr auf seinen Beruf konzentrieren.

Sechs Jahre lang war Richter Vorsitzender. Seine Nachfolgerin soll die Landtagsabgeordnete Nancy Faeser werden. Sie werde eine gut aufgestellte Partei mit zurzeit rund 1450 Mitgliedern, solide Finanzen und eine gut funktionierende Geschäftsstelle übernehmen, so Richter. "Ich möchte die Zeit nicht missen", sagt er rückblickend. Als er angefangen habe, habe es zwei SPD-Bürgermeister im Kreis gegeben, heute seien es vier. Generell sei es indes schwierig, Personal und Kandidaten für solche Ämter und Wahlkämpfe zu finden. Zumal für den Main-Taunus-Kreis gelte, dass SPD-Kandidaten nicht in der Favoritenrolle seien außer vielleicht in Hattersheim.

Dies sei eine der Herausforderungen für seine Nachfolgerin: Personal finden, Kandidaten aufstellen "und versuchen, die Wahlen zu gewinnen". Zudem müssten die Bürger noch stärker mitbekommen und darüber informiert werden, was in den kommunalen Parlamenten laufe. "Wir müssen unsere Unterschiede zur CDU stärker herausarbeiten." Vor der nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2011 ist Richter nicht bange. Kinderbetreuung, fehlende Kindergartenplätze, Umwelt, nachhaltige Energieversorgung und die Übernahme der Trägerschaft der Grundschulen durch die Kommunen seien wesentliche Themen des kommenden Wahlkampfs.

"Mein Ziel war es, als Unterbezirksvorsitzender etwas zu bewegen. Ich glaube, dies ist mir gelungen. Unter dem Strich habe ich einen guten Job gemacht", sagt Richter. Im vergangenen Jahr mischte er sich gemeinsam mit fünf anderen Unterbezirksvorsitzenden in die schwierige Regierungsbildung in Hessen ein gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Carmen Everts. Ziel des Aufrufs war, inhaltliche Kriterien für eine von der Linken geduldete Regierung aufzustellen. (rmu)

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