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Geld vom Land für das Bürgerhaus

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Von: Kerstin Klamroth

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Minister Thomas Schäfer übergibt den Förderbescheid des Landes für das Bürgerhaus. Es ist der erste Zuschuss aus einem neuen Förderprogramm.

Als erste Kommune in Hessen hat Eppstein am Freitag eine Förderzusage des Landes Hessen im Rahmen des kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) bekommen. Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) kam deswegen persönlich vorbei, um den Förderbescheid über 300 000 Euro zu übermitteln.

Mit dem Geld soll das aus den 60er Jahren stammende Bürgerhaus saniert werden, das in der Rossertstraße neben dem Rathaus II steht und Vereinen, Burgschauspielern und Sportlern Platz bietet für ihre Veranstaltungen. „Hier findet Eppsteins öffentliches Leben statt“, sagte Bürgermeister Alexander Simon (CDU) beim Empfang des Ministers. Schon im Oktober des vergangenen Jahres war die Stadt gezwungen, das Gebäude mit einer Sperre gegen aufsteigendes Wasser abzusichern, weil ein Wasserschaden im Rathaus auf das Haus übergriff. Danach taten sich, wie Stefanie Münch vom Hochbauamt der Stadt mitteilte, weitere Schwachstellen auf.

Insgesamt beziffert die Stadt die Kosten der Sanierung auf 384 000 Euro. Der Estrich wird neu gelegt, die Toiletten werden ersetzt, alle verrosteten Leitungen erneuert und der zweite Rettungsweg wird neu angelegt. Im Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Das kommunale Investitionprogramm ist für alle 447 Kommunen in Hessen gedacht. Es verzahnt Zahlungen des Landes, des Bundes und sieht auch einen Eigenanteil der Kommunen vor. Laut Schäfer umfasst das KIP ein Volumen von einer Milliarde Euro. Anders als bei den früheren Förderprogrammen des Landes werden auch Bauarbeiten unterstützt, die bereits begonnen haben. „Wir wollen, dass die Projekte möglichst schnell umgesetzt werden“, sagte Schäfer in Eppstein. Er zeigte Verständnis für die Kommunen, die unter anderem auch durch die Flüchtlingskrise finanziell stark belastet seien und manche Projekte zurückstellen mussten.

Im Bürgerhaus, das im Sommer wieder zugänglich sein soll, proben die Burgschauspieler, hier ist auch ihr Kostümkeller und ihr Ausweichquartier, wenn es während der Vorstellungen regnen sollte. Außerdem nutzt die Musikschule bis zu ihrem Umzug ins neue Heim das Gebäude. Zudem findet hier jedes Jahr der Neujahrsempfang statt, 2015 war Schäfer zu Gast und hat so vom Antrag auf Förderung erfahren.

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