Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eschborn

Geiger will keinen „Prunkpalast“

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
    schließen

Rathauschef Mathias Geiger nutzt den Eschborner Neujahrsempfang für ein politisches Statement in eigener Sache und wird diesmal auch von Ex-Ministerpräsident Koch per Handschlag begrüßt.

Im vergangenen Jahr stand der Eschborner Neujahrsempfang noch ganz im Zeichen der CD-Affäre um Bürgermeister Mathias Geiger (FDP). Geiger bat Bürger und Mitarbeiter damals um Verzeihung, sprach aber auch von einer „Kampagne“. Die Hessenschau berichtete live. Wichtigste Nachricht war anschließend für viele, dass der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Geiger den Handschlag verweigert hatte.

Das wiederholte Koch gestern Abend nicht. Wie die anderen Gäste reihte er sich vor dem Sitzungssaal des Rathauses ein, um sich von Geiger und der Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Rümann-Heller (CDU) beim obligatorischen Defilee ein gutes neues Jahr wünschen zu lassen.

Seine Rede nutzte Geiger unter anderem dazu, seine eigene Agenda deutlich zu machen – und sich gegen Vorwürfe der politischen Gegner zu wehren. So werde etwa der schleppende Fortgang beim neuen Notfallzentrum „gerne meiner Person angelastet“, sagte der Bürgermeister. Dabei habe er eigens dafür im vergangenen Jahr einen Projektleiter angestellt. Zurzeit laufe die Ausschreibung, spätestens im Mai soll ein Architekt beauftragt werden und Anfang 2017 könnten die Bagger anrollen – „wenn die politisch Verantwortlichen an einem Strang ziehen“.

Kritik an Freibad-Ausbau

Auch bei anderen wichtigen Bauvorhaben gehe es voran, nahm der Rathauschef für sich in Anspruch. Für den Neubau der Stadthalle und die Sanierung des Rathauses gebe es ebenfalls einen speziellen Projektleiter, der zurzeit die Bedarfsflächen für die Verwaltung ermittle. „Einen überdimensionierten Prunkpalast wird es unter mir nicht geben“, versprach Geiger – und spielte damit auf die Pläne seines Vorgängers Wilhelm Speckhardt (CDU) an, die von einem Bürgerentscheid gekippt worden waren.

Klare Kritik übte er an dem Beschluss der schwarz-grünen Koalition und der SPD zum Wiesenbad. „Eine unbefriedigende Lösung, die viel zu lange gedauert hat“, sagte Geiger zu dem Vorhaben, lediglich das Freibad auf 50 Meter zu vergrößern. Stattdessen warb er noch einmal für einen Hallenausbau oder -neubau. Schließlich dauere die Freibadsaison höchstens vier bis fünf Monate.

Auch von der Entscheidung, den Gewerbesteuerhebesatz auf 330 Prozent anzuheben, distanzierte sich Geiger. „Ich hätte mir eine moderatere Erhöhung gewünscht.“ Allerdings kritisierte er vor allem den hessischen Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und dessen Reform des Kommunalen Finanzaugleichs. Eschborn werde dadurch pro Jahr mit 30 Millionen Euro zusätzlich zur Kasse gebeten. „Wir werden dafür bestraft, dass wir Wirtschaft ansiedeln und gut haushalten“, monierte Geiger.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare