Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gegen den Rettungs-Zentralismus

Main-Taunus Beigeordneter Hielscher will Leitstelle beim Kreis halten

Der Main-Taunus-Kreis soll auch in Zukunft über eine eigene Leitstelle verfügen. Dafür will sich der Erste Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Hielscher (FDP) stark machen.

Hielscher wendet sich gegen Überlegungen der hessischen Krankenkassen, Großleitstellen für mehrere Kreise zusammenzufassen. In der Leitstelle des MTK in Hofheim verbinde sich Fachkompetenz mit Ortskenntnis. In einer regionalen Großleitstelle könne zumindest von profunder Ortskenntnis kaum mehr die Rede sein, ist Hans-Jürgen Hielscher überzeugt.

Die Krankenkassen ließen auch außer acht, dass integrierte Leitstellen wie diejenige des MTK nicht nur den Rettungsdienst, sondern auch die Feuerwehr und den Katastrophenschutz koordinierten. Würden nur die Leitstellen für den Rettungsdienst zusammengelegt, müssten diejenigen für die anderen beiden Bereiche weiterbetrieben werden.

Statt Synergieeffekte zu nutzen wie in den integrierten Leitstellen, würde der Bürger dann durch separate Stellen doppelt belastet: Über die Sozialversicherung hätte er die Koordination der Rettungseinsätze zu finanzieren, über die Steuern die Arbeit der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes. Auch ginge durch dieses Nebeneinander bei der Alarmierung viel Zeit verloren.

In seinem Appell sieht sich Hielscher durch den Hessischen Innenminister Volker Bouffier (CDU) bestätigt. Dieser habe sich in einem Gespräch mit dem Landesfeuerwehrverband eindeutig für den Erhalt der bestehenden Leitstellen ausgesprochen. "Wir werden ihn beim Wort nehmen", sagt Hielscher.

Tausendfach schnelle Hilfe

Die MTK-Leitstelle ist laut Hielscher mit zwölf haupt- und zehn ehrenamtlichen Kräften sowie einem Sachgebietsleiter besetzt. Im Jahr 2007 wurden von hier aus rund 35 400 Einsätze und Hilfeersuchen gesteuert, darunter 14 700 Rettungsdiensteinsätze, 5700 Notarzteinsätze und 4420 Krankentransporte.

Bei 92,2 Prozent der dringenden Einsätze werde die gesetzliche Frist von zehn Minuten zwischen Eingang des Alarms in der Leitstelle und Eintreffen am Ort des Geschehens eingehalten - das liege 2,2 Prozent über den gesetzlichen Vorgaben. aro

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare