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Verkehrschaos

Gefangen in Kriftel

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Kunden und Geschäftsleute sind sauer: Im Gewerbegebiet Kriftel kommt man mit dem Auto zeitweise gar nicht voran. Die Gemeinde bemüht sich um Abhilfe. Von Andrea Rost

Herbert Beck ist sauer. In der Woche nach Ostern war der Kelsterbacher im Praktiker-Baumarkt in Kriftel einkaufen. Als er heimfahren wollte, brauchte er über eine Stunde, um wieder auf die Landesstraße 3011 zu gelangen, die zur Autobahn führt. Die Schlage wartender Autos staute sich zurück bis zum Praktiker-Parkplatz. Nur zentimeterweise ging es voran. "Ich habe mich wie ein Gefangener der Gemeinde Kriftel gefühlt. Das grenzt an Freiheitsberaubung", schimpft der Kelsterbacher.

Herbert Beck ist kein Einzelfall. Tagtäglich quälen sich Dutzende Autofahrer stundenlang im Schritttempo durch die Beyerbachstraße. Das Linkseinbiegen in die Gutenbergstraße gelingt nur mit Mühe. Hans Beck glaubt zu wissen, woran das liegt. Die beiden Ampeln - die von der Gemeinde in der Gutenberstraße aufgebaute und die neue Ampelanlage, die das Amt für Straßenverkehr (ASV) Frankfurt an der Einmündung zur Landesstraße installiert hat -, sind nicht aufeinander abgestimmt. So komme es, dass immer mehr Autos in den unteren Abschnitt der Gutenbergstraße einfahren, als an der Ampelkreuzung zur L 3011 weiterfahren können. Dass da kein Platz für die Linksabbieger aus der Beyerbachstraße bleibe, sei klar.

"Nachmittags kein Durchkommen

Bekannt ist das Problem sowohl in der Gemeinde Kriftel als auch beim ASV in Frankfurt. Nicht nur erboste Autofahrer machen dort seit Wochen ihrem Ärger Luft, auch Praktiker-Marktleiter Ralph Stark hat mehrfach auf das Verkehrschaos hingewiesen. "Unter unseren Kunden hat sich herumgesprochen, dass speziell nachmittags kein Durchkommen ist. Zwischen 16 und 19 Uhr ist der Markt an vielen Tagen praktisch leer", sagt er. Selbst Mitarbeiter, die ihr Fahrzeug auf dem Baumarkt-Parkplatz abgestellt hätten, könnten nach Feierabend nicht wegfahren. "Die bleiben dann länger und trinken eine Tasse Kaffee, aber das ist ja keine Lösung", findet Ralph Stark.

Dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannt, ist indes nicht zu erwarten. Beim Amt für Straßenverkehr sieht man allenfalls die Chance, die Grünphase zum Abbiegen in die L 3011 um ein paar Sekunden zu verlängern und das Abbiegen zur Autobahn in zwei Spuren zu ermöglichen. Ansonsten verweist ASV-Sprecher Bernhard Künzel auf die geplante Straße vom Praktiker-Parkplatz zum Holzweg. Die Gemeinde sei gehalten, sie zu bauen. "Das ist nicht Landessache."

"Ist es doch - zumindest mittelbar", kontert Kriftels Erster Beigeordneter Franz Jirasek (parteilos). "Wir bekommen rund eine Million Zuschuss vom Land. Würden wir das Projekt aus eigener Kraft in Angriff nehmen, wären die Fördermittel verloren." Da das Krifteler Straßenbauprojekt auf der Prioritätenliste nach vorne gerutscht ist, könnten die Zuschüsse noch in diesem Jahr bewilligt werden. Danach solle zügig mit dem Straßenbau begonnen werden.

Die von der Gemeinde installierte Ampel in der Gutenbergstraße ist laut Jirasek für Fußgänger und Radfahrer und schaltet nur per Knopfdruck auf Rot. Sie mit der Ampel an der Landesstraße zu synchronisieren, um so den Verkehrsfluss besser zu kontrollieren, sei schwierig. "Aber wir werden prüfen, ob wir mit einer anderen Schaltung etwas erreichen."

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