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Mutter und Kind in einem Sozial-Kaufhaus: Sind die Hartz IV-Sätze für Kinder angemessen?
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Mutter und Kind in einem Sozial-Kaufhaus: Sind die Hartz IV-Sätze für Kinder angemessen?

Sozialkaufhaus Main-Taunus

Das Gebäude ist gefunden

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Das geplante Sozialkaufhaus für den Main-Taunus-Kreis wird möglicherweise in einem Gebäude im Hofheimer Gewerbegebiet Nord eingerichtet. Von Andrea Rost

Das geplante Sozialkaufhaus für den Main-Taunus-Kreis wird möglicherweise in einem Gebäude im Hofheimer Gewerbegebiet Nord eingerichtet. "Wir haben nach langer Suche eine Immobilie gefunden, die sich sehr gut für diese Zwecke eignet", sagte Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Hans-Jürgen Hielscher (FDP) der Frankfurter Rundschau. Eigentümer des leerstehende Gebäudes sei der TÜV Hessen. "Derzeit verhandeln wir über die Nutzung."

Das Konzept, nach dem das Sozialkaufhaus funktionieren soll, hat der Leiter des Diakonischen Werkes, Agim Kaptelli, gestern den Mitgliedern des Sozialausschusses vorgestellt. Die Diakonie will den Laden, in dem jeder, der knapp bei Kasse ist, einkaufen kann, betreiben. Rund zwei Dutzend Langzeitarbeitslose sollen in dem Projekt einen neuen Job finden - im Verkauf, im Büro, im Anlieferungsservice oder als Reinigungskräfte. Von Sozialarbeitern werden sie beim Wiedereinstieg in den Beruf angeleitet. Ihre Lohnkosten übernimmt zu drei Viertel der Bund. Zu kaufen geben wird es im Sozialkaufhaus vor allem aufgearbeitete Möbel sowie sogenannte weiße Ware - Waschmaschinen und Kühlschränke; außerdem Küchengeräte, Geschirr und andere Haushaltsartikel.

40 000 Euro will die Diakonie pro Jahr in das Projekt investieren. Geld gibt es dafür auch vom Main-Taunus-Kreis. Ende 2008 stimmte der Kreistag zu, das Sozialkaufhaus über drei Jahre hinweg mit jeweils 120 000 Euro zu fördern.

Wenn der Deal mit dem TÜV funktioniert und das Diakonische Werk das Gebäude In den Nassen mieten kann, will Agim Kaptelli die Verkaufshalle zügig umbauen und für die neuen Zwecke herrichten. Parallel dazu werden bereits ein Betriebsleiter und das Betreuungspersonal für die Langzeitarbeitslosen eingestellt. Im Oktober könnte das Sozialkaufhaus dann seine Pforten öffnen.

Dass Ladenbesitzer im Main-Taunus-Kreis durch das gemeinnützige Projekt ihre wirtschaftliche Existenz bedroht sehen, wie das in Wiesbaden momentan der Fall ist, will Agim Kaptelli mit allen Mitteln verhindern. Die Diakonie wolle mit dem Sozialkaufhaus nur so weit in den Markt eingreifen, wie dies unbedingt nötig sei. "Wir werden beispielsweise ausschließlich gespendete Möbel verkaufen und keine Waren aus Räumungen oder Wohnungsauflösungen", verspricht Kaptelli. Auch Dumpingpreise soll es im Sozialkaufhaus nicht geben. Die Waren würden entsprechend ihrem Wert angeboten. Damit auch Hartz-IV-Empfänger einkaufen können, sind Rabatte für Hilfeempfänger vorgesehen.

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