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Kita-Kinder (Symbolfoto).

Kinder in Eschborn

Fraport-Tochter baut Krippenangebot aus

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Eine Tochtergesellschaft des Flughafenbetreibers Fraport eröffnet in Eschborn gegenüber der Deutschen Börse eine neue Betreuungseinrichtung für Kinder. Es wird dort Platz für 60 unter Dreijährige geben.

Der Münchener Projektentwickler Wöhr und Bauer hat das Bürogebäude in der Mergenthaler Allee 42 in Eschborn erst vor kurzem gekauft. Jetzt teilte das Unternehmen mit, dass im kommenden Jahr nicht nur die Autovermietung Enterprise und der Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik in das Gebäudeensemble gegenüber der Deutschen Börse einziehen werden. Für März 2019 ist auch die Eröffnung einer Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren geplant. Noch mit dem Vorbesitzer des Areals im Gewerbegebiet Süd, der Karl-Gruppe, sei ein Mietvertrag mit der Betreibergesellschaft Terminal for Kids abgeschlossen worden. Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Medical Airport Service GmbH, die zum Fraport-Konzern gehört. 

Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern will Terminal for Kids nach Sanierung der Räume am 1. März fünf Krippengruppen für Kinder von acht Wochen bis drei Jahren eröffnen, teilte die kaufmännische Leiterin der Gesellschaft, Bärbel Völker, auf FR-Anfrage mit. 

Ihren Angaben zufolge hat sich Terminal for Kids als Betreiber einer U-3-Einrichtung im Gewerbegebiet Süd bei der Stadt Eschborn beworben und den Zuschlag erhalten. Zuvor hatte der deutschlandweit agierende Bildungsträger Educcare Krippenplätze am boomenden Eschborner Bürostandort angeboten. Der Vertrag der Stadt mit der Einrichtung war im vergangenen Jahr jedoch nicht verlängert worden. Die Einrichtung musste schließen. 

Terminal for Kids ist sei 2006 in der Rhein-Main-Region aktiv und betreibt zurzeit insgesamt elf Einrichtungen, darunter in Kelsterbach, Frankfurt, am Frankfurter Flughafen sowie in Wiesbaden und Karben. Eine weitere Krippe sei im neuen Quartier Gateway Gardens im Bau, sagte Sprecherin Petra Tursky-Hartmann der FR. Das Betreuungskonzept ist vor allem auf Kinder berufstätiger Eltern ausgelegt. Die Terminal-for-Kids-Krippen öffnen bereits um sieben Uhr morgens und sind je nach Standort unterschiedlich lange bis in den Abend hinein geöffnet. Nur an wenigen Tagen im Jahr sind die Einrichtungen komplett geschlossen. 

Der private Träger kooperiert mit den Kommunen und bietet die Betreuungsplätze zu den ortsüblichen Konditionen an. Bei Bedarf können auch Firmen für Mitarbeiterkinder Plätze buchen. Welchen Namen die Krippe im Eschborner Gewerbegebiet tragen wird, sei noch nicht entschieden, sagte Petra Tursky-Hartmann der FR. Das pädagogische Konzept stehe jedoch fest. 
Bewegung und gesunde Ernährung gehörten dazu, ein bilinguales Angebot mit englischen Native-Speakern, die parallel zu den deutschsprachigen Erziehern beschäftigt würden sowie tiergestützte Pädagogik. 

Mindestens einmal im Monat könnten die Kinder auf einem Biobauernhof im Taunus bei der Arbeit mithelfen und Ziegen, Esel und Alpakas versorgen. Außerdem schicke der Betreiber regelmäßig zwei Hunde in die Einrichtungen, mit denen die Kinder spielen und die sie füttern könnten. 

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