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Fraport soll Häuser aufkaufen

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Der Landrat des Main-Taunus-Kreises, Berthold Gall, will die Fraport zur Kasse bitten. Sie soll mehr vom Fluglärm betroffene Häuser aufkaufen, als bislang vorgesehen.

Wenn der Flughafen nach den Plänen der Landesregierung ausgebaut wird, soll eine Auffanggesellschaft Häuser kaufen. Das forderte Landrat Berthold Gall (CDU) jetzt in einem Schreiben an die Landesregierung. Die zu gründende Gesellschaft könnte nach seinen Plänen Gebäude erwerben, die außerhalb des Lärmschutz-Korridors, der im so genannten Casa-Programm gilt, liegen. Dort, wo die Flugzeuge die Grundstücke in weniger als 350 Metern Höhe überfliegen, will die Fraport die Häuser kaufen oder die Besitzer entschädigen.

Der von der Fraport gezogene Casa-Korridor sei zu eng, erklärte der Landrat. Auch Häuser außerhalb des Korridors wären vom Fluglärm extrem belastet. Die Gesellschaft könne die betroffenen Gebäude kaufen, so die Idee des Landrates. Seiner Meinung nach könnten durch Vermietung oder späteren Verkauf die Kosten wieder hereingeholt werden.

Der Kreis will seinen Dialog mit der Landesregierung und der Fraport indes fortsetzen. Gall sucht nach einer Lösung, die für die Menschen der Mainschiene so verträglich wie möglich ist. Für den Main-Taunus-Kreis sei der Ausbau auch deshalb ein Thema, weil Schulen an der Mainschiene durch den erwarteten Fluglärm weiter "unerträglich belastet" würden.

"Der Flughafen ist unbestritten der zentrale Wirtschaftsfaktor der Region, aber die Lasten, die sich aus ihm ergeben, müssen für die Menschen in der Region erträglich sein", sagte Gall. gf

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