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Main-Taunus

Fortbildung für Flüchtlingshelfer

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Die Kirchen bieten kostenlose Seminare für Flüchtlingshelfer an. Ziel ist, die Ehrenamtlichen in die Lage zu versetzen, die Situation der Flüchtlinge besser zu verstehen.

Mit traumatisierten Flüchtlingen umgehen, das komplizierte Asylrecht verstehen und Stammtischparolen entgegen treten: Mit all diesen Herausforderungen müssen ehrenamtliche Helfer umgehen. Ein kostenloses Fortbildungsprogramm der Kirchen soll sie dabei unterstützen. Jetzt ist die Broschüre „Hand in Hand 2 erschienen“, in denen die Veranstaltungen von Juni bis Oktober aufgelistet sind.

„Wir möchten die Ehrenamtlichen in die Lage versetzen, die Situation der Flüchtlinge besser zu verstehen“, sagt Günter Adam vom katholischen Bezirksbüro Main-Taunus, das neben dem evangelischen Dekanat Kronberg, dem Diakonischen Werk und der Caritas einer der Träger des Fortbildungsprogramms ist. Bereits im vergangenen Jahr war das Interesse groß: 450 engagierte Helfer nahmen an den Schulungen teil. Auch jetzt kann Adam schon etliche Anmeldungen verzeichnen. Dabei soll das Fortbildungsprogramm die Arbeit der Beratungsstellen nur ergänzen, keinesfalls ersetzen: „Den Familiennachzug für Flüchtlinge zu beantragen, ist ein so kompliziertes Verfahren, dass man unbedingt die Experten der Beratungsstellen zu Rat ziehen sollte“, sagt Adam.

Das Programm hat eine große Bandbreite: Das katholische Bezirksbüro bietet eine Einführung in die Themen Sozialgesetzbuch (SGB) II und Wohnungssuche. Dass auch Flüchtlingshelfer und -helferinnen mit ihren Kräften achtsam umgehen müssen, erklärt Anne Basse, systemischer Coach, Krisenexpertin und Koordinatorin einer Flüchtlingshilfe.

Rechte Parolen entlarven

Wie man Lebensläufe abfasst und die Anerkennung von Zeugnissen erreicht, erklärt Tim Kurth vom Jugendmigrationsdienst Main-Taunus. Denn die jugendlichen Migranten haben ganz andere Biografien als deutsche Bewerber. Erneut angeboten wird ein Seminar zum Thema Verfolgung, Flucht und Trauma. Beim Länderabend berichten dieses Mal Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien über die Situation in ihrer Heimat.

Zum ersten Mal hat die katholische Erwachsenenbildung ein Seminar im Programm, das Argumentationshilfe bietet: „Wie umgehen mit rechten Parolen?“ ist der Titel der Veranstaltung, die von der deutschen Gesellschaft für Demokratieförderung angeboten wird. „Die politische Lage hat sich verändert“, sagt Flüchtlingsberaterin Elke Lentz vom Dekanat Kronberg „und wir wollen die Ehrenamtlichen in die Lage versetzen, rechte Parolen zu entlarven und sich ihnen entgegenzustellen.“ Die Broschüre wurde in einer Auflage von 2500 Exemplaren gedruckt.

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