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Feuerwehrleute erkunden die Lage auf der Wickerer Deponie, um die Leitstelle informieren zu können. Rolf Oeser (2)

Übung

Brand auf der Deponie in Flörsheim

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Feuerwehren aus dem ganzen Kreis haben in Wicker für den Ernstfall geübt und so einen Beitrag zur Sicherheit geleistet.

Rötlicher Feuerschein erhellte am Samstagabend den Himmel über Flörsheim-Wicker. Ein Brand auf der Rhein-Main-Deponie war in der Leitstelle des Main-Taunus-Kreises gemeldet worden. Gefahr für die Anwohner und Autofahrer auf der Bundesstraße B 40, die an der Deponie vorbeiführt, bestand allerdings nicht. Denn die Feuerwehrleute, die aus fast allen Kommunen des Landkreises zur Wickerer Deponie kamen, übten nur für den Ernstfall.

Der Einsatz bei einem Gefahrgut-Unfall sollte trainiert werden, teilte Landrat Michael Cyriax (CDU) am späteren Abend mit. Im Mittelpunkt habe dabei nicht das Löschen eines Feuers, gestanden sondern das Erkunden der Unfallstelle.

Erst wenn die Lage klar sei, könne entschieden werden, wie die Einsatzkräfte weiter vorgehen. „Mit der Übung setzen wir die vielen Trainingsangebote für unsere ehrenamtlichen Feuerwehren fort und leisten einen Beitrag zur Sicherheit“, fasst Cyriax zusammen. Die Deponiegesellschaft RMD unterstützte die Übung.

Im Einsatzleitwagen haben Feuerwehrmänner die Lagemeldungen auf Bildschirmen vor sich.

Mit diversen Aufbauten hatten Fachleute des Kreises einen Lastwagen simuliert und in Brand gesetzt. Dabei kam es auch zu Explosionen. Mehrere Erkundungstrupps der Feuerwehren rückten an, erkundeten das Ausmaß des Feuers und meldeten die Lage an die Einsatzleitung. Nach Angaben der Brandschutzexperten des Kreises ist die richtige Bewertung der Lage grundlegend für einen erfolgreichen Einsatz.

 Wie wichtig das ist, hat sich in der Vergangenheit gezeigt. Vor drei Jahren stand Müll auf der Deponie in Flammen und im Mai 2018 musste brennender Sperrmüll gelöscht werden. In beiden Fällen wurden dank des fachkundigen Einsatzes der Feuerwehren keine Menschen verletzt.

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