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Lazhar Saad (links) und Peter Pahone führen das Ausflugslokal „Zum Hirsch“ gemeinsam.

Flörsheim

Traditionslokal „Zum Hirsch“ öffnet wieder

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Das Café-Restaurant „Zum Hirsch“ am Flörsheimer Mainufer hat neue Pächter. Peter Pahone und Lazhar Saad wollen ab Mitte September gutbürgerliche Küche in den historischen Mauern anbieten.

Seit zehn Jahren betreiben sie den Pfungstädter Brauereigasthof, vor ein paar Monaten haben sie das Restaurant „Zum Wilden Esel“ am Regionalparkportal in den Weilbacher Kiesgruben übernommen. Jetzt starten Peter Pahone und Lazhar Saad ihren dritten gastronomischen Betrieb. Mitte September wollen sie das Traditionslokal „Zum Hirsch“ am Flörsheimer Mainufer wiedereröffnen. Das Café und Restaurant ist seit Monaten geschlossen. Die Vorpächter hatten den Vertrag mit der Stadt aus persönlichen Gründen nicht verlängert.

„Wir waren sofort begeistert von dem Objekt“, sagt Peter Pahone, der sich als Quereinsteiger in der Gastronomie hochgearbeitet hat. Sorgen, dass das Geschäft in dem mehr als 200 Jahre alten Haus mit dem massiven Bruchsteinmauern und der großen Terrasse mit Blick zum Mainufer nach der langen Pause nicht wieder zum Laufen kommen könnte, macht sich der 45-Jährige nicht. „Das ist hier ein großartiger Platz.“

Für die neue Speisekarte im „Hirsch“ wird Lazhar Saad verantwortlich sein. Der gebürtige Tunesier hat eine Ausbildung im Service gemacht und will sich in Flörsheim auf das operative Geschäft konzentrieren. Schnitzel, Tafelspitz und Schweinebraten wird es geben, Steak vom Lavagrill, Kürbisgerichte und Wild im Herbst und im Frühjahr Spargel. Kuchen und Torten sollen vom eigenen Konditor produziert werden. Auch einen Mittagstisch mit zwei Gängen für 8,50 Euro wollen die neuen Pächter im „Hirsch“ anbieten.

Bis sie eröffnen können, muss noch die neue Küche eingebaut werden. Außerdem wollen Saad und Pahone das Mobiliar im Gastraum austauschen und statt der dunklen Tische und Stühle Möbel aus hellem Holz auf die Terrakottafliesen stellen. 50 Personen können sie im Restaurant bewirten, auf der Terrasse unter den alten Platanen finden rund 70 Gäste Platz.

Er freue sich über die neuen Pächter, sagt Flörsheims Bürgermeister Bernd Blisch (CDU). Dass jemand einen Gastronomiebetrieb in Corona-Zeiten neu übernehme, sei keine Selbstverständlichkeit. Eigentümer des historischen Gebäudes ist die städtische Entwicklungsgesellschaft Terra. Vor dem Pächterwechsel wurden rund 40 000 Euro investiert, um Teile der Heizung zu erneuern und Wände und Decken frisch zu streichen.

Für die Flörsheimer ist der „Hirsch“ eine lieb gewordene Institution. Auch Ausflügler aus der Rhein-Main-Region, die am Flussufer wandern oder mit dem Rad fahren, kehren gerne hier ein. Bereits im 16. Jahrhundert habe es an dieser Stelle am Rande der Flörsheimer Altstadt unweit des Mainufers ein Gasthaus gegeben, weiß Bernd Blisch. Seit mehreren Generationen sei es unter dem Namen „Zum Hirsch“ bekannt.

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