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Vertrag ist noch nicht unterschrieben

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Pfungstädter Brauerei möchte Stadthallen-Restaurant pachten und untervermieten

Flörsheim - Im Laufe des Jahres stellt die Pfungstädter Brauerei ihren Betrieb ein. Das Ende der Bierproduktion auf der anderen Mainseite findet auch in der Flörsheimer Politik Beachtung. Es gibt nämlich Verbindungen des 1831 gegründeten Traditionsbrauhauses in die Flörsheimer Gastronomielandschaft. Die Auswirkungen scheinen jedoch nicht so schwerwiegend zu sein, wie sie von mancher Seite erwartet werden. Doch welche Verbindungen gibt es in der Mainstadt und welche Folgen könnten wegen des Endes der Brauerei für die Stadt Flörsheim entstehen? Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU) informierte auf Anfrage dieser Zeitung über die Situation.

Die SPD-Fraktion hatte die Verknüpfung von der Pfungstädter Brauerei mit der Gastronomie in der Mainstadt Ende des Jahres ins Gespräch gebracht. Die Brauerei sei über Pachtverträge am Betrieb des Gasthauses „Zum Hirsch“ beteiligt, das sich im Besitz der städtischen Terra Entwicklungsgesellschaft mbH befindet. Ebenfalls betroffen sei des Restaurant „Zum Wilden Esel“ im Weilbacher Regionalpark Portal. Beide Gaststätten sind übrigens in diesem Monat geschlossen, was nicht nur bei der SPD, sondern auch bei vielen Stammgästen zu Spekulationen geführt hat. Außerdem solle die Flörsheimer Stadthalle an die Pfungstädter Brauerei verpachtet werden, stellt die SPD-Fraktion fest, die sich beim Magistrat erkundigt hat, wie sich die Schließung der Brauerei auf die jeweiligen Pachtverhältnisse auswirke.

Auf Nachfrage erläutert nun Bürgermeister Bernd Blisch, dass sowohl das Gasthaus „Zum Hirsch“ wie auch der „Wilde Esel“ jeweils von zwei Privatleuten betrieben werden. Das Duo Peter Barone und Lazhar Saad hat beide Gasthäuser gepachtet. Die Betreiber seien auch im Pfungstädter Brauhaus gastronomisch tätig gewesen, hätten jedoch nichts mit der Brauerei zu tun. Eine Verbindung von Pfungstädter zum Gasthaus „Zum Hirsch“ sowie dem „Wilden Esel“ bestehe nur darin, das die Biermarke dort ausgeschenkt wird. „Das sind zwei Paar Schuhe“, betont Bernd Blisch. Dass die Flörsheimer Gaststätten derzeit geschlossen sind, liege lediglich an den vereinbarten Betriebsferien, die bis Ende Januar andauern.

Anders verhalte es sich bei der Flörsheimer Stadthalle, erklärt der Verwaltungschef. Die derzeitigen Pächter, die das türkische Restaurant „Keyf’im“ in der städtischen Immobilie an der Kapellenstraße betreiben, verabschieden sich Ende März. Die Pfungstädter Brauerei hatte Interesse bekundet, die Räume zu pachten und an einen Gastronom unterzuvermieten. Die Absprachen zwischen Verwaltung und Pfungstädter gehen so weit, dass der Vertrag bereits von städtischer Seite unterzeichnet wurde. Es liege nun am Vertragspartner, dem Pachtverhältnis zuzustimmen, erläutert Blisch. Bisher habe die Brauerei noch nicht unterschrieben. Ihm liege aber auch noch keine Absage vor. Er habe die Auskunft erhalten, dass der Gaststättenbetrieb nichts mit der Zukunft des Brauerei-Unternehmens zu tun habe. Von daher bestehe weiterhin Zuversicht, dass es zum Vertragsabschluss kommt. Lange will der Verwaltungschef allerdings nicht warten. „Wir erhoffen uns eine zeitnahe Klärung“, so Bernd Blisch. Schließlich gebe es auch noch andere Interessenten für das Restaurant an der Stadthalle.

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