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Seit der Sanierung glänzt das Kupferdach wieder.

Flörsheim

Quelle fließt wieder

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Seit den Sanierungsarbeiten hatte das Wasser keinen Druck mehr. Die Verwaltung verspricht, dass Ende Januar Bürger wieder Wasser zapfen können.

Seit dem vergangenen Wochenende sprudelt wieder Wasser aus dem sanierten Brunnen der Bad Weilbacher Schwefelquelle. Aus jedem der vier Ausläufe rinne beständig ein noch vergleichsweise dünner Strahl, teilt die Stadtverwaltung mit. Das Straßen- und Grünflächenamt geht davon aus, dass die Quelle in nächster Zeit weiter Druck aufbaut und der Brunnen dann wieder im gewohnten Umfang Wasser speit.

Freunde des Schwefelwassers müssen sich noch ein wenig gedulden, bis der Bauzaun rund um die Quelle abgebaut werden kann. Bis Ende Januar soll das Leitungssystem der Brunnenanlage erst gründlich durchgespült werden, dann lässt die Stadtverwaltung das Wasser von einem Fachlabor untersuchen. Falls die Analyse keine Auffälligkeiten zeigt, wird die Quelle dann wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im vergangen Jahr hatte eine Fachfirma die marode Abdichtung der Quellfassung erneuert und einen neuen Brunnenschacht hergestellt. Auch der die Brunnenanlage schützende Pavillon wurde neu eingedeckt und das Gestell neu gestrichen. Die Gesamtkosten für die Sanierung betrugen 660 000 Euro, darin waren 68 000 Euro Planungskosten enthalten. Das Land Hessen förderte die Sanierung mit 284 000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm. Eine Zeit lang schien es so, als würde die Quelle nicht mehr sprudeln. Infolge der Bauarbeiten und aufgrund der Trockenheit im Sommer konnte kein Wasser mehr gezapft werden. Die Flörsheimer waren beunruhigt und befürchteten, dass der Wasserstand das gewohnte Niveau nicht mehr erreichen würde. Das schwefelhaltige Wasser hilft bei Erkrankungen der Atemwege und der Haut. Bad Weilbach ist eines von wenigen Kurbädern aus dem frühen 19. Jahrhundert, das heute noch als geschlossenes Ensemble erhalten ist. Die Quelle war 1783 vom Mainzer Kurfürsten Friedrich Carl Joseph von Erthal für Heilzwecke zugänglich gemacht worden. kek

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