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Neue Stahlrampe sorgt für Barrierefreiheit

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Leiterin Julia Lerch freut sich, dass die Stadtbücherei durch den Einbau dieser neuen Rampe barrierefrei geworden ist. kröner
Leiterin Julia Lerch freut sich, dass die Stadtbücherei durch den Einbau dieser neuen Rampe barrierefrei geworden ist. kröner © sas

In der renovierten Stadtbücherei gibt es ein besseres Lüftungssystem und mehrere Sitzecken

Flörsheim - Leseratten erreichen die Stadtbücherei ebenerdig über den Platz vor der Stadthalle. Trotzdem stellten die zwei schweren Eingangstüren in der Vergangenheit einige Besucher vor Herausforderungen. Wenn Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen vor dem Eingang standen, mussten Büchereileiterin Julia Lerch und ihr Team häufig zu Hilfe eilen. Dieses Problem ist nun gelöst. Nach dem Umbau der Bücherei öffnen sich dir Türen automatisch.

Durch die lautlos aufschwingenden Glastüren gelangen Besucher in den Eingangsbereich, der ebenfalls einige Neuerungen aufweist. Die Stadt hat die mehrmonatige Bauphase genutzt, um den Empfangstresen auszutauschen. Das neue Mobiliar bietet den Mitarbeiterinnen mehr Komfort, weil sich die Höhe der Arbeitsfläche anpassen lässt. Dies sei sehr praktisch, urteilt Julia Lerch. Die Büchereichefin begrüßt aber vor allem, dass der Empfang an die Seitenwand rechts vom Eingang verlegt wurde. Bisher befand sich die Theke in der Ecke neben der Tür. „Die Besucher mussten sich umdrehen, um uns zu sehen“, sagt Lerch. Jetzt fällt der Blickkontakt deutlich leichter. Am früheren Standort der Theke verläuft ein Tresen entlang der Wand, der als Arbeitsplatz für Besucher gedacht ist. Dort solle demnächst noch ein Computer aufgestellt werden, erläutert die Leiterin. „Für Schüler, die zu Hause nicht die Möglichkeit haben, am PC zu arbeiten.“

Ebenfalls neu ist ein Präsentationsregal direkt gegenüber des Eingangs, auf dem momentan Lesetipps ausgestellt sind. Als auffälligste Veränderung sticht jedoch eine Rampe ins Auge, die in den hellen von Glasscheiben eingerahmten Hauptraum herunter führt. Der Abgang ist länger und breiter als die bisherige Rampe, wodurch die Norm für barrierefreies Bauen erfüllt wird. Es handele sich um eine Stahlrampe, erklärt Holger Woerner, Chef des Eigenbetriebs Stadthallen.

Was ist sonst noch neu? Die Stadt hat die Deckenbeleuchtung auf LED umgestellt und die Belüftung optimiert. Die Bücherei hat jetzt nicht nur zusätzliche Möglichkeiten, Fenster zu öffnen, sondern verfügt auch über Lüftungsgeräte in der Decke. Während Corona sei festgestellt worden, dass Handlungsbedarf bestehe, erläutert Bürgermeister Bernd Blisch (CDU). Sowohl zwischen den Bücherregalen im Erdgeschoss, als auch im Keller wurden neue Sitzecken eingerichtet. Im Keller hängt außerdem ein fest installierter Beamer an der Decke, der bei Vorführungen zum Einsatz kommt. Nach dem Umbau seien nahezu alle Regale auf Rollen, merkt Julia Lerch an. Bei Veranstaltungen könne dadurch leichter Platz freigemacht werden. Der Umbau der Stadtbücherei war mit Beginn der Sommerferien am 25. Juli gestartet. In der Übergangszeit konnte die Ausleihe im Clubraum 2 der Stadthalle aufrecht erhalten werden. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf 537 000 Euro. Zur Finanzierung beigetragen haben Fördermittel in Gesamthöhe von rund 530 000 Euro aus dem Regionallastenausgleich des Frankfurter Flughafens und aus einem Topf des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Übrigens. Die Nutzungszahlen, die während Corona deutlich gesunken waren, seien schon während der Bauphase wieder gestiegen, berichtet Julia Lerch. Die Stadtbücherei bietet rund 16 000 Medien. Zum städtischen Budget von 16 000 Euro im Jahr kommen 12 500 Euro an Landesmitteln, die für ausgewählte Projekte genehmigt werden.

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