Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Flörsheim

Kreis finanziert Deponie-Nachsorge in Weilbach

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
    schließen

Der Main-Taunus-Kreis gibt neun Millionen Euro für die Nachsorge der Altdeponie in Weilbach aus. Das Budget der finanziell angeschlagenen Rhein-Main-Deponiegesellschaft (RMD) wird damit entlastet.

Der Main-Taunus-Kreis übernimmt die Nachsorgekosten für die Altdeponie im Flörsheimer Stadtteil Weilbach in Höhe von knapp neun Millionen Euro. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am Montag beschlossen. Damit wird die Rhein-Main-Deponiegesellschaft (RMD) in Flörsheim-Wicker von den Kosten der Nachsorge der Weilbacher Deponie entlastet. Die RMD, deren Gesellschafter der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis sind, hatte das Gelände der Weilbacher Altdeponie nach deren Stilllegung übernommen. Betrieben worden war die Deponie vom Main-Taunus-Kreis.

Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass das Sickerwasser abgepumpt und gereinigt, das Deponiegas behandelt und die ehemalige Müllkippe überwacht und gepflegt wird. Die Nachsorgeverpflichtung läuft bis zum Jahr 2059.

Von 1969 bis 1982 war auf der Altdeponie Weilbach Hausmüll abgelagert worden. Der Main-Taunus-Kreis übertrug die Grundstücke 2013 der RMD. Weil der Landkreis früher der Betreiber der Deponie war, stehe er auch in der Pflicht, die Nachsorgekosten zu übernehmen, teilte Landrat Michael Cyriax (CDU) mit. Der Betrag sei im Sanierungsplan für die Rhein-Main-Deponiegesellschaft nicht enthalten; es handle sich um ein Entgegenkommen gegenüber dem Mitgesellschafter Hochtaunuskreis: „Es ist schließlich Müll aus dem Main-Taunus-Kreis, für den wir hier geradestehen.“

Unterdessen wurde auch das Sanierungsgutachten für die Deponiegruppe RMD überarbeitet und die Sanierungsvereinbarung angepasst. Demnach wird die RMD weiterhin Zuschüsse benötigen. Bis 2027 ist die Finanzierung durch Unterstützung der Gesellschafter Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis in Höhe von jeweils rund 30,9 Millionen Euro gesichert.

Für Stilllegung und Nachsorge auf der Wickerer Deponie kalkuliert die RMD mit Kosten von knapp 240 Millionen Euro. Mit Stand Jahresbeginn 2020 sind davon für alle Deponieflächen noch rund 156 Millionen Euro zu zahlen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare