Flörsheim

Halle für Katastrophenschutz in Flörsheim

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der Main-Taunus-Kreis will ein leer stehendes Möbellager im Gewerbegebiet von Flörsheim-Weilbach für den Katastrophenschutz kaufen. Aktuell können Fahrzeuge und Geräte nicht zentral gelagert werden.

Der Kreistag hat seine Zustimmung gegeben, dass für den Katastrophenschutz eine leerstehende Industriehalle im Weilbacher Gewerbegebiet gekauft werden kann. Laut Beschluss der Abgeordneten kann ein Angebot in Höhe von 4,65 Millionen Euro für die Immobilie abgegeben werden.

Bei der Halle, in der künftig Gerätschaften für den Katastrophenschutz gelagert werden und Ausbildungs- und Schulungsveranstaltungen stattfinden sollen, handelt es sich um das ehemalige Auslieferungslager der Frankfurter Firma Möbelcity Wesner. Die Halle wurde 1996 am Ortsrand von Weilbach gebaut, nach der Liquidation des Unternehmens im Jahr 2007 an ein Automobilunternehmen vermietet und steht zurzeit leer.

Die Industriehalle eigne sich bestens, um darin das Katastrophenschutzlager des Kreises unterzubringen, heißt es in der Beschlussvorlage für das Kreisparlament. Sie liege nah an der Landesstraße 3265 zwischen Flörsheim-Weilbach und Hattersheim, die als Bereitstellungsraum bei Großschadensfällen im Landkreis diene. Zudem stelle der Kauf der Halle eine unerwartet günstige Möglichkeit dar, das Katastrophenschutzlager umzusiedeln. Inklusive Umbau würde das im Haushalt 2020 vorgesehene Budget von sieben Millionen Euro nicht überschritten. Im Vergleich zu einem Neubau stehe die Halle zudem deutlich früher zur Verfügung. Der aktuelle Mietvertrag läuft den Angaben zufolge Mitte dieses Jahres aus.

Zurzeit hat der Main-Taunus-Kreis für den Katastrophenschutz eine Halle der Firma Polar Mohr in Hofheim angemietet. Sie allerdings ist zu klein, um alle Fahrzeuge darin unterzubringen. Einige sind deshalb bei örtlichen Feuerwehren stationiert. Nach Angaben von Landrat Michael Cyriax (CDU) ist die Halle außerdem in einem schlechten Zustand. Dachpaneele biegen sich stark durch, die Decke muss innen mit Netzen abgesichert werden.

Pläne, eine neue Katastrophenschutzhalle im Hattersheimer Kastengrund zu bauen, sind vom Tisch. Der Landkreis hat das Areal der ehemaligen Tierversuchsanstalt an einen Rechenzentrumsbetreiber verkauft.

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