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Flörsheim

Flörsheim: Wilde Müllkippe wird rekultiviert

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft legt südlich des Deponieparks Nisthilfen für Vögel und Eidechsen an. Doch es gibt auch Altlasten, die nicht ins Grundwasser gelangen sollten.

Die 22 Hektar große Fläche mit der Bezeichnung „E 1-2“ liegt gegenüber dem Deponiepark im Flörsheimer Stadtteil Wicker. Die Bundesstraße 40 und die Frankfurter Straße trennen das Areal vom Gelände der Rhein-Main-Deponie (RMD). Industrieabfälle, Bauabfälle und Siedlungsabfälle seien dort bis zum Ende der 1970er Jahren unkontrolliert abgelagert worden, teilte RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß mit. Schadstoffe wie Ammonium, Chloride, Arsen, Cadmium und Blei seien im Grundwasser nachgewiesen worden. Als Fachfirma für Deponiesanierungen kümmere sich die RMD nun um die Abdichtung, Rekultivierung und Nachsorge auf dem Gelände. Verursacher der Altlasten sei das kommunale Müllunternehmen nicht.

Rund 78 Prozent der Oberfläche wurden den Angaben zufolge bereits abgedichtet, Auf den fertiggestellten Flächen hat die RMD Niststätten für seltene Brutvögel und Eidechsen angelegt. Nunmehr habe das Regierungspräsidium Darmstadt auch die abschließenden Rekultivierungs- und Begrünungsarbeiten genehmigt, heißt es in der Mitteilung.

Zusammen mit der restlichen Oberflächenabdichtung werden die Rekultivierungsarbeiten voraussichtlich bis 2023 dauern. „Wir arbeiten unter strenger Aufsicht und mit starker Unterstützung der oberen Naturschutzbehörde. Es gibt auf dem Gelände der Altlast seltene Vögel und Reptilien. Eine ständige ökologische Baubegleitung berät unsere Sanierung fachlich. Während der Brut- und Setzzeiten arbeiten wir nur dort, wenn die ökologische Baubegleitung ihre Freigabe gibt“, erläuterte Beate Ibiß.

Den Eintrag von Schadstoffen überwache die RMD durch regelmäßige Grundwasseranalysen. Durch die Oberflächenabdichtung und Rekultivierung, die jetzt beginnt, werde die Fläche langfristig „trockengelegt“. Schadstoffe würden dann nicht mehr durch Niederschlagswasser ins Grundwasser getragen. Zum Abschluss der Rekultivierung erfolge eine großflächige Einsaat, damit artenreiches Grünland entstehe, auf dem später Gehölzinseln angelegt werden könnten.

Schon jetzt ist absehbar: Eine weiter östlich gelegene, noch nicht sanierte Fläche von rund 2,4 Hektar (Fläche E 3) erfordert womöglich weitere Sanierungsmaßnahmen. Geprüft wird zurzeit, ob eine Sanierung nötig ist und wenn ja, in welcher Form sie erfolgen soll. Eine akute Gefährdung für Mensch und Umwelt sei nicht festgestellt worden, so Beate Ibiß.

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