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Flörsheim

Flörsheim: Kreisausschuss beschließt Kostenübernahme für Altdeponie

Rund neun Millionen Euro sollen die Nachsorgekosten für die Altdeponie in Flörsheim-Weilbach kosten. Ob der Kreis die Summe tatsächlich stemmt, entscheidet der Kreistag.

Der Main-Taunus-Kreis soll die Nachsorgekosten für die Altdeponie in Flörsheim-Weilbach in Höhe von knapp neun Millionen Euro übernehmen. Das habe der Kreisausschuss beschlossen, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Abschließend darüber befinden muss der Kreistag.

Den Angaben zufolge wurde die Altdeponie saniert und ist in der sogenannten Stilllegungsphase, verursacht aber weiterhin Kosten, etwa durch Überwachungsarbeiten und Abpumpen von belastetem Sickerwasser. Dieser Aufwand wird schätzungsweise bis 2059 nötig sein, die Kosten dafür werden in einem Gutachten auf 8,96 Millionen Euro beziffert.

Der Main-Taunus-Kreis übertrug die Grundstücke der einstigen Hausmüll-Deponie laut Mitteilung 2013 der Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft (RMD). Weil der Kreis früher der Betreiber der Deponie war, stehe er auch in der Pflicht, die Nachsorgekosten zu übernehmen, so Landrat Michael Cyriax (CDU). Dieser Betrag sei im Sanierungsplan für die RMD nicht enthalten; das sei ein Entgegenkommen gegenüber dem Mitgesellschafter Hochtaunuskreis: „Es ist schließlich Müll aus dem Main-Taunus-Kreis, für den wir hier geradestehen.“

Wie der Landrat weiter mitteilt, wurde das Sanierungsgutachten für die RMD-Gruppe inzwischen überarbeitet. Die RMD werde weiterhin dauerhaft Zuschüsse benötigen. Zumindest bis 2027 sei die Fortführung „derzeit einigermaßen durchfinanziert“ – durch beträchtliche Zuschüsse der Gesellschafter Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis in Höhe von jeweils rund 30,9 Millionen Euro. pz

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