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Beate Ibiß leitet seit 1. Mai die Rhein-Main Deponie GmbH

Flörsheim

Flörsheim: Deponie-Chefin im Amt

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Beate Ibiß ist Nachfolgerin von Heino von Winning. Sie übernimmt die Leitung des kommunalen Entsorgungsunternehmens mitten in einer hitzigen Debatte über den Ausbau der Deponie in Wicker.

Beate Ibiß leitet seit 1. Mai die Rhein-Main-Deponiegesellschaft (RMD) in Flörsheim-Wicker. Die 56-Jährige ist die erste Frau an der Spitze des kommunalen Entsorgungsunternehmens, dessen Gesellschafter der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis sind. Sie folgt auf Heino von Winning, der im Juni 2018 vom Aufsichtsrat als Sprecher der Geschäftsführung bestellt worden war. Hauptaufgabe des studierten Physikers war die Umstrukturierung des finanziell schwer angeschlagenen Müllkonzerns, der nur dank einer Finanzspritze der beiden Landkreise von insgesamt mehr als 60 Millionen Euro weiterarbeiten kann.

Beate Ibiß stammt aus Sachsen-Anhalt, sie hat Betriebswirtschaft studiert und fast 30 Jahre lang an unterschiedlichen Positionen in der Entsorgungswirtschaft gearbeitet. Zuletzt war sie kaufmännische Geschäftsführerin für die Ihlenberger Abfallentsorgung im Landkreis Nordwestmecklenburg, eine der großen Deponien in Europa.

Bei der RMD ist Beate Ibiß alleinige Geschäftsführerin. Sie übernimmt die Leitung der Gesellschaft mitten in einer hitzigen Debatte um den Weiterbetrieb beziehungsweise Ausbau der Wickerer Deponie. Ihr Vorgänger Heino von Winning hatte Ende vorigen Jahres den Bau einer Deponie auf der Deponie ins Spiel gebracht, um die Entsorgungssicherheit für Schlacke, Erdaushub und Bauschutt in der Region sicherzustellen. Während der Aufsichtsrat bereits grünes Licht gegeben hat, die Antragsunterlagen vorzubereiten, stoßen die Pläne, die Mülldeponie weitere 20 Jahre zu betreiben, bei der Anwohnern des Müllbergs auf heftige Kritik.

Landrat Michael Cyriax (CDU) stellte in Aussicht, dass Schlacke aus der Region künftig auch in Wiesbaden abgelagert werden könne, wenn die Ausbaupläne für die Deponien in der Landeshauptstadt genehmigt würden. Die Sozialdemokraten im Main-Taunus-Kreis hatten daraufhin einen sofortigen Ausbaustopp für Wicker gefordert.

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