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Flörsheim

Flörsheim: Ansturm bei der Familienberatung

Wegen der Corona-Pandemie brauchen immer mehr Menschen psychologische Unterstützung. Die Caritas Main-Taunus weitet ihr Beratungsangebot in Flörsheim aus und hofft auf Spenden aus der Bevölkerung.

Fünf festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine Honorarkraft kümmern sich bei der Familien- und Erziehungsberatung der Caritas in Flörsheim um die Anliegen der Hilfesuchenden. Bis zu 1000 Menschen brauchen jedes Jahr Unterstützung, 330 Familien und Paare melden sich im Schnitt, um Rat bei den Expertinnen und Experten zu suchen.

In den letzten Monaten ist die Zahl der Anfragen deutlich gestiegen. „Die erste große Welle kam nach dem Corona-Lockdown im Frühjahr 2020“, erinnert sich Stephan Trossen, der die Beratungsstelle leitet. Vor allem Paare hätten sich damals gemeldet, die mit der Dauerbelastung durch Homeoffice, Homeschooling und finanziellen Einbußen wegen der Pandemie nicht mehr zurechtgekommen seien. Zu schaffen machten die Folgen von Corona aber auch Kindern und jungen Menschen. „Ihnen fehlt der direkte Kontakt zu Gruppen Gleichaltriger, zu denen sie sich zugehörig fühlen“, weiß Stephan Trossen. Er spricht vom Problem der „Desozialisierung“. Jugendliche drohten „wegzurutschen“, sie vereinsamten.

Beratung

Das Beratungszentrum der Caritas Main-Taunus in Flörsheim ist eine staatlich anerkannte psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern .

Ein Team von Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen mit psychotherapeutischer Ausbildung kümmert sich um die Anliegen der Familien und Paare. Finanziert wird die Stelle vom Bistum Limburg und dem Main-Taunus-Kreis sowie über Spenden.

Die Beratungen sind kostenlos und erfolgen unabhängig von Weltanschauung und Religionszugehörigkeit. Die Paarberatung steht Menschen aus dem ganzen Landkreis offen. Die Erziehungsberatung ist auf Anfragen aus Hofheim, Hochheim, Flörsheim und Kriftel beschränkt.

Kontakt: www.caritas-main-taunus.de

Etwa ein Drittel mehr Anfragen als in den Jahren zuvor hätten die Beratungsstelle der Caritas in den vergangenen Monaten erreicht, berichtet Trossen. Rund 150 davon habe man nicht bearbeiten können. „Dafür fehlte uns einfach das Personal“, macht er das Dilemma deutlich.

Weil Fachleute für die Zukunft mit einem großen Bedarf an psychologischer Unterstützung für Familien als Folge der Corona-Pandemie rechnen, will die Caritas Main-Taunus ihr Beratungsangebot jetzt ausweiten. Zwei weitere fachlich qualifizierte Honorarkräfte sollen eingestellt werden. Zweckgebundene Mittel der Kirche würden dafür herangezogen, sagte Stephan Trossen der FR. Um längerfristig auf die höhere Nachfrage reagieren zu können, hat die Caritas das Flörsheimer Beratungsangebot außerdem in die Liste der Spendenprojekte auf ihrer Homepage aufgenommen.

Aktuell laufen die Beratungen etwa zur Hälfte am Telefon sowie über videogestützte Online-Formate. Angeboten werden zudem Beratungsspaziergänge im Freien. „Wir versuchen, Lösungen zu finden, die sowohl den Schutz vor der Virus-Übertragung berücksichtigen als auch das Bedürfnis nach zwischenmenschlichem Kontakt im Blick haben“, sagt Stephan Trossen. „Das ist immer wieder ein Spagat.“

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