Flörsheim

Deponie-Ausbau in Flörsheim auf der Kippe

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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In einer Sondersitzung wird der Aufsichtsrat der Rhein-Main-Deponie demnächst über die Wirtschaftlichkeit des Projektes „Deponie auf Deponie“ beraten.

Über die Pläne, auf der Rhein-Main-Deponie (RMD) in Wicker eine Deponie auf der Deponie zu bauen, wird seit Monaten gestritten. Nun verdichten sich die Hinweise, dass das Projekt womöglich aufgegeben wird. Der Aufsichtsrat des finanziell angeschlagenen Entsorgungsunternehmens, dessen Gesellschafter der Main-Taunus- und der Hochtaunuskreis sind, wird in einer Sondersitzung über die Wirtschaftlichkeit beraten. Das sagte die Aufsichtsratsvorsitzende und Grüne Kreisbeigeordnete im Main-Taunus, Madlen Overdick, der FR. 

In der vergangenen Woche hatte die Initiative Gegenwind 2011 den Deponiebetreibern in einem offenen Brief illegales Handeln vorgeworfen. Unter anderem sei in Wicker eine Million Tonnen Schlacke abgelagert worden – ohne Genehmigung des Regierungspräsidiums.

In einem Antwortschreiben wies Overdick die Vorwürfe der Illegalität zurück. Material, das über die zulässige Höhe hinaus abgelagert worden sei, müsse umgesetzt werden. Wegen der Mehrkosten sei eine Schadenersatzklage gegenüber den früheren RMD-Geschäftsführern Gerd Mehler und Markus Töpfer eingereicht worden.

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