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Baustart für Umgehung nicht vor 2025

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Falls die Ortsumgehung gebaut wird, kann die Kreuzung Rüsselsheimer- und Mainzer Straße neu gestaltet werden.
Falls die Ortsumgehung gebaut wird, kann die Kreuzung Rüsselsheimer- und Mainzer Straße neu gestaltet werden. kröner © Kröner

Straßenbauverwaltung gibt Stadtparlament Auskunft über den derzeitigen Stand

Flörsheim - Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn man festhält, dass bei einigen Weilbachern in Bezug auf die geplante Ortsumfahrung schon seit vielen Jahren die Nerven blank liegen. Die gemeinsame Sitzung des Bau-, Verkehrs-, und Umweltausschusses mit der Verkehrskommission sowie dem Weilbacher Ortsbeirat schien nun der optimale Zeitpunkt zu sein, um dem angestauten Frust Luft zu machen. Vertreter der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil und des zuständigen Planungsbüros Obermeyer informierten über den Stand des Projektes und beantworteten Fragen. Angesichts der Vorgeschichte verlief die Fragerunde aber überraschend kurz und ruhig. Zwar hatten sich mehr Besucher auf den Zuschauerplätzen eingefunden als gewöhnlich, und hier und da klang der Unmut der Weilbacher durch - von einer aufgebrachten Stimmung konnte aber nicht die Rede sein. Auf die Frage von SPD-Fraktionschefin Melanie Ernst, wann bei optimalen Bedingungen mit einer Eröffnung der Umgehung zu rechnen sei, wollte sich Thomas Ramolla vom Hessen-Mobil-Fachdezernat Planung nicht festlegen. Ex-Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) habe sich mit seiner Prognose für die Fertigstellung weit aus dem Fenster gelehnt, so Ramolla, der betonte, dass man mit Nachdruck an der Umgehung arbeite. Das Weilbacher Projekt sei die nächste Umgehung, die nach der Ortsumfahrung Eschenhahn folge. In Eschenhahn plane man den Baustart für das Jahr 2024. Kerstin Schleer vom Planungsbüro Obermeyer erläuterte die weiteren Schritte. Die Ausführungsplanung für die Umgehung könne erst erfolgen, wenn das Baurecht für den zweiten Bauabschnitt zwischen Raunheimer und Rüsselsheimer Straße geschaffen sei. Dazu hatte eine Anfrage der SPD an den Magistrat für Verwirrung gesorgt. In der Antwort der Verwaltung hieß es, dass Hessen Mobil die Bauvorbereitung und Baudurchführung nach Vorliegen der Ausführungsplanung von der Stadt übernehme. Auf Nachfrage erläuterte Thomas Ramolla, dass laut der Verwaltungsvereinbarung zwischen Stadt und Hessen Mobil alle Maßnahmen bis einschließlich der Ausführungsplanung bei der Stadt liegen. Mit der Vergabe wolle man abwarten, bis Baurecht geschaffen ist.

Wilfried Theiß (SPD) wollte wissen, wie eine Verbindung nach Wicker vorgesehen sei. Thomas Ramolla erklärte, dass sich die Umgehungsstraße stärker auf den östlichen Teil Weilbachs beziehe. Die B 40 verlaufe aus Wicker kommend weiter durch den Ort. An der künftigen Verbindungsstelle auf der Rüsselsheimer Straße werde es eine Ampelschaltung geben. „Wir fühlen uns hingehalten“, klagte der Weilbacher Werner Siebel, der wissen wollte, ob es weitere Verzögerungen geben könnte. Aus Sicht von Thomas Ramolla ist dies „ein Blick in die Glaskugel“. Angesichts von ausgeweiteten Klimaschutzanforderungen sei die Straßenverkehrsbehörde nicht davor gefeit.

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