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Gar nicht so einfach die Sache mit der Öse und demgebogenen Kupferdraht... Class Gronemeier (9).
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Gar nicht so einfach die Sache mit der Öse und demgebogenen Kupferdraht... Class Gronemeier (9).

Naturschutzhaus Weilbach

Flieger, grüß mir die Sonne

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Energie sichtbar und erlebbar machen - das ist das Ziel der neuen Ausstellung zum Mitmachen im Weilbacher Naturschutzhaus. Von Andrea Rost

Ein kleines Flugzeug fliegt ohne Unterlass im Kreis, grüne Frösche hüpfen wie von Geisterhand bewegt über den Tisch, die Lichtmühle hört nicht auf, sich zu drehen. "Da ist die Sonne am Werk", sagt Maurice Heizmann. Der junge Mann ist Zivi im Naturschutzhaus Weilbacher Kiesgruben und hat an der Erlebnisausstellung "Sonne-Energie-Strom" mitgearbeitet, die seit gestern dort zu sehen ist. Solarzellen auf den Tragflächen des Flugzeuges bewegen den Miniflieger, und auch die kleinen Frösche sind mit Photovoltaik vollgepackt.

"Wir wollen Energie sichtbar und erlebbar machen", sagt Martina Teipel, die das Naturschutzhaus leitet. Dabei stehe die Sonne als wichtigste Energiequelle ganz am Anfang. "Ohne sie gäbe es keine Energie auf der Erde."

Energie zum Anfassen

Die Ausstellung im Naturschutzhaus lädt zum Mitmachen ein - vor allem die Kinder, aber auch die Eltern, die außerdem noch eine Menge Faktenwissen an den bunt gestalteten Wandtafeln ablesen können. Welches sind die größten Energiefresser im Haushalt? Eine Grafik zeigt's: Der Kühlschrank und die Gefriertruhe brauchen am meisten Strom.

Und wie sieht's mit dem Energieverbrauch von Glühlampen aus? Das Messgerät zeigt Erstaunliches: Mit Abstand am wenigsten Strom, nämlich gerade mal ein Watt, verbraucht die LED-Lampe, die Energiesparlampe kommt auf 7,7 Watt und die herkömmliche Glühlampe braucht 39 Watt. Kein Wunder, dass ihre Produktion demnächst eingestellt wird.

Während gestern Nachmittag eine Kindergruppe, die sich regelmäßig im Naturschutzhaus trifft, die Ausstellung in Beschlag nimmt, sitzt Jakob (10) auf einem Hometrainer und tritt kräftig in die Pedale. So lange er das tut, leuchtet ein kleines Lämpchen, stoppt er, erlischt auch das Licht. "Ich weiß, wie das funktioniert", sagt der Viertklässler. "Wir haben zu Hause einen Dynamo." Demnächst, verspricht Martina Teipel, könne, wer auf dem Energiefahrrad in die Pedale tritt, auch ein Radio einschalten. "Das wird erst noch geliefert."

Konzipiert hat die Mitmach-Ausstellung im Naturschutzhaus Astrid Steindorf. Mitgeholfen haben neben Maurice Steinmann auch Verena Schäfer, die ein freiwilliges ökologisches Jahr in den Kiesgruben absolviert, sowie Georg Jost.

Dabei haben die jungen Leute nicht nur Physik und Technik bemüht, sondern auch ausgesprochen Interessantes aus der Zoologie zum Thema gefunden. Zum Beispiel den Zitteraal, der seine Beute mit 500 Volt starkem Stromstößen tötet, den Nilhecht, der Partner mithilfe elektrischer Signale findet, oder den Elefantenrüsselfisch, dem Stromstöße bei der Orientierung im Wasser helfen.

Lernwerkstatt für Strom

Bis Ende des Jahres ist die Ausstellung im Naturschutzhaus aufgebaut. Mit dem Thema Energie befassen sich auch eine Reihe von Veranstaltungen in den nächsten Monaten. Kraftwerksexkursionen sind geplant, eine Lernwerkstatt Strom für Viert- bis Sechstklässler und eine Solarrallye.

Für 5. Juli ist ein "Sonniger Sonntag" in den Weilbacher Kiesgruben angekündigt. Das Programm gestalten unter anderem Energieversorger aus der Region und das Energieberatungszentrum Main-Taunus.

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