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Fast wie am echten Berg

Ausflügler am Neroberg suchen Erlebnisse in der freien Natur

Von JÖRAN HARDERS

Viele Ausflügler verbringen einen ganzen Tag auf dem Nero-berg", sagt der Geschäftsführer des "Kletterwaldes Neroberg", Thorsten Held. Die bevorzugte Lage des Freizeitparks für Kletterer inmitten des beliebten Ausflugsgebiets in Wiesbaden weiß Held durchaus zu schätzen. "Wer möchte, kann das Klettern mit einem Besuch im Opelbad oder einem Spaziergang durch den Bergpark verbinden." Eine weitere Attraktion ist die Nerobergbahn, die 83 Meter hoch auf den Neroberg hinauffährt und dabei eine Strecke von rund einem halben Kilometer zurücklegt.

Der Kletterwald wurde im Juni 2006 eingerichtet. Weitere Kletterwälder betreibt Thorsten Held in Darmstadt und Bingen. Die acht verschiedenen Kletterparcours mit vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden habe man "mit natürlichem Material und viel Gefühl in den Wald integriert", betont der Geschäftsmann. Denn im Kletterwald steht das Naturerlebnis im Vordergrund. Den Besuchern - im Jahr 2007 waren es immerhin rund 45 000 - gehe es weniger um sportliche Höchstleistungen als um ein besonderes Erlebnis in der freien Natur, so Held.

Nicht in erster Linie für Anfänger und Gelegenheitskletterer, sondern vor allem für engagierte Sportkletterer, die einen Ersatz für natürliche Felswände zum regelmäßigen Trainieren suchen, ist die Kletterwand am Biomassekraftwerk in Wicker gedacht. Zwar gibt es auch dort Schnupperkurse für Kletterneulinge, alle anderen Nutzer der Anlage haben aber eine Jahreskarte und klettern an der 610 Quadratmeter großen künstlichen Felswand ohne Aufsicht. Die gibt es in Wicker auch gar nicht, weil das Konzept ein anderes ist als in den Waldseil- oder Hochseilgärten.

"Wir setzen voraus, dass jeder, der eine Jahreskarte kauft, klettern kann und auch eine eigene Ausrüstung hat", erklärt Betreuer Marc Stellbogen. Mit 19 Meter Höhe sei die Wand am Kraftwerk eine der höchsten Außenkletteranlagen in Deutschland. Wandüberhänge bis zu sechs Metern und wechselnde Routen sorgen dafür, dass es auch für Kletterprofis an der Wand nicht langweilig wird. "Das Klettern unter freiem Himmel ist ganz etwas anderes als in einer Halle", findet Stellbogen, der den Sport vor zehn Jahren zu seinem Hobby gemacht hat. "Hier streicht mir an der Wand der Wind um die Nase, und ich habe einen beeindruckenden Blick in die Umgebung." Das Klettern ist für ihn eine Lebenseinstellung. "Ich mache keinen Urlaub, in dem ich nicht am Berg bin."

Besonders dienstags und donnerstags wird es an der Wickerer Wand voll. Denn am Wochenende fahren viele Sportkletterer ins Gebirge, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen. Unter der Woche bietet dann die künstliche Wand Ersatz. Rund 2500 Jahreskarten hat die Main-Taunus-Recycling-Gesellschaft (MTR) vergeben, seit die Wand im November 2004 eingeweiht wurde. "Es sind aber durchaus noch Kapazitäten frei", stellt Stellbogen fest. Vor allem am frühen Nachmittag könne man ohne Gedränge klettern. Zum Reiz am Klettern sagt Marc Stellbogen: "Wenn ich etwas nicht geschafft habe, liegt das nur daran, dass ich es mir nicht zugetraut habe."

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