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Fass ohne Boden

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Von: Andrea Rost

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Weiter verhüllt: Das Kellereigebäude soll 2010 fertig sein.
Weiter verhüllt: Das Kellereigebäude soll 2010 fertig sein. © Schick

Seit 2007 wird das Kellereigebäude am Rande der Hofheimer Altstadt saniert; eigentlich sollten die Arbeiten längst abgeschlossen sein. Doch die Sanierung verzögert sich immer wieder. Von Andrea Rost

Es scheint eine schier endlose Geschichte: Seit 2007 wird das Kellereigebäude am Rande der Hofheimer Altstadt saniert; eigentlich sollten die Arbeiten längst abgeschlossen sein. Doch das zum Teil spätmittelalterliche Gemäuer bereitet Architekten wie Handwerkern immer wieder Kopfzerbrechen. Der Denkmalschutz forderte diverse Umplanungen, die Bausubstanz - speziell das Dachgebälk erwies sich als ausgesprochen marode. Die Kosten stiegen und stiegen - von ursprünglich knapp einer Million auf mehr als drei Millionen Euro. Das war der Stand im Herbst vergangenen Jahres.

Nun hat Architekt Adam Müller die Kostenkalkulation erneut revidiert - um nochmals 840000 Euro verteuern sich die Sanierungsarbeiten am Kellereigebäude. Mit fast vier Millionen Euro schlagen sie zu Buche.

Statisch bedingte, konstruktiv notwendige, umfangreiche Zimmererarbeiten, die nach rechtlicher Prüfung und unter Maßgabe der Erhaltung der historischen Bausubstanz im Stundenlohn vergütet würden, seien der Grund dafür, sagt Müller. Außerdem habe sich durch die Insolvenz bereits beauftragter Firmen und den langen Bauzeitraum die Ausführung einzelner Gewerke gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung verteuert. Als Fertigstellungstermin nennt der Architekt nun frühestens Ende April, spätestens Ende Juli 2010.

Die Hofheimer Stadtverordneten haben die überplanmäßige Ausgabe in der jüngsten Parlamentssitzung einstimmig genehmigt. Das Geld muss im Haushalt 2010 bereitgestellt werden. Diskussion zu dem Tagesordnungspunkt "Umbau und Sanierung des Kellereigebäudes" gab es keine mehr.

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