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Viele Wanderer machen Rast am Kaisertempel.
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Viele Wanderer machen Rast am Kaisertempel.

Eppstein

Essen mit Aussicht

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Für den Kaisertempel und den Neufville-Turm werden neue Pächter gesucht. Wer den Neufville-Turm mietet, bekommt sogar ein Domizil mitten im Wald dazu.

Zwei Immobilien mit grandioser Aussicht stehen zurzeit in Eppstein leer: Das Restaurant am Kaisertempel auf dem Staufen und der Neufville-Turm auf dem Jähenberg. Für beide werden Pächter gesucht, damit Ausflügler im Frühjahr und Sommer wieder dort Rast machen und sich bewirten lassen können.

Wer den Neufville-Turm mietet, bekommt sogar ein Domizil mitten im Wald dazu. 84 Quadratmeter hat die Zwei-Zimmer-Wohnung, die mit einem Ofen beheizt wird. Allerdings muss sich der Pächter verpflichten, die Besucherplattform von April bis September zu öffnen und am Wochenende Wanderer und Ausflügler zu bewirten. In dem über 100 Jahre alten Turm, der der Stadt gehört, muss immer mal wieder etwas instand gesetzt werden. Der künftige Mieter soll sich als Hausmeister darum kümmern, er wird dafür im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses bezahlt.

Dass die im 19. Jahrhundert angelegte Parkanlage auf dem Jähenberg ihren eigenen Reiz hat, zeigen die lang andauernden Mietverhältnisse im Neufville-Turm. Sieben Jahre lang waren die vorherigen Pächter hier, bis sie aus familiären Gründen die Bewirtung abgaben. Erste Stadträtin Sabine Bergold (CDU): „Der Neufville-Turm ist ein beliebtes Mietobjekt“.

Der Turm samt Wohntrakt ist die Nachbildung einer mittelalterlichen Burg und nach seinem Erbauer benannt, dem Frankfurter Alfred von Neufville. Wie die Leiterin des Stadtarchivs, Monika Rhode-Reith weiß, ließ ihn der reiche Bankier und Kaufmann 1894 errichten. Zuvor hatte Neufville bereits den Bergpark anlegen lassen und sich damit in seiner Sommerresidenz eine abgeschiedene Idylle geschaffen. Dazu gehören das Kutscherhaus, die Villa Anna, Taubenhaus, Meierei und Schweizerhaus sowie der Kavaliersbau. Park und Turm nutzte die Familie Neufville als mondäne Sommerresidenz.

Nach dem frühen Tod der Besitzer verkauften die Erben den Großteil des Bergparks, rund 70 000 Quadratmeter, an den Landesverband Nassau der Evangelischen Frauenhilfe. 30 000 Quadratmeter gingen an die Stadt Eppstein.

Wie der Neufville-Turm ist auch der Kaisertempel bei der Anfahrt auf Eppstein schon von weitem zu sehen. Der klassizistische Bau wurde auf einem Felsvorsprung am Westhang des Staufen 1894 vom Verschönerungsverein Eppstein erbaut. Zwei Jahre später errichtete der Verein auch die Ausflugsgaststätte, für die ebenfalls ein neuer Pächter gesucht wird. „Tolle Aussicht“, bescheinigten die Gäste dem italienischen Gastwirt Aldo Grasso, der dort zehn Jahre lang ein Restaurant betrieb. Um sie zu genießen, muss man allerdings bergauf wandern oder mit dem Auto auf einem schmalen Fahrweg Serpentinen hoch fahren. Damit diese Auffahrt sicher genutzt werden kann, hat die Stadt gerade für 25 000 Euro Leitplanken aufstellen lassen.

Wie die Besitzerin des Restaurants, Claudia Piontke, mitteilt, scheint ein neuer Pächter gefunden zu sein: „Wir stehen kurz vor Vertragsabschluss.“ Zwei Gastronomen aus Eppstein wollen das Restaurant gemeinsam betreiben. Piontke ist zuversichtlich, dass das Ausflugslokal im April wieder öffnen wird. Den Leerstand nutzte die Eigentümerin, um den Bau zu sanieren, die Stützmauern zu verstärken und den Außenbalkon in der Fläche zu vergrößern. Geplant ist auch eine Kooperation mit der Burgvilla, ebenfalls in Piontkes Besitz, in der standesamtlich geheiratet werden kann.

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