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Hofheim: Bürgermeisterwahl, Christian Vogt mit Ehefrau Constanze.

Hofheim

Espressomobil und Grillparty

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Kandidaten von CDU und SPD touren vor der Stichwahl durch die Stadtteile. Eine Wahlempfehlung gibt es nur von der FDP. Sie spricht sich für CDU-Mann Christian Vogt aus.

Bereits in den vergangenen Monaten ist der Bürgermeisterwahlkampf in der Main-Taunus-Kreisstadt ruhig abgelaufen. Es gab kaum kontroverse Themen, politische Schlammschlachten blieben aus.

In den Tagen vor der Stichwahl ist das nicht anders. Christian Vogt (CDU) und Bernhard Köppler (SPD) sind die beiden Kandidaten, die noch die Chance haben, Hofheimer Bürgermeister und damit Nachfolger von Gisela Stang (SPD) zu werden. Sie kämpfen nicht gegeneinander, sondern machen jeweils Werbung für sich, touren durch die Stadtteile, stehen an Infoständen und lächeln von Plakatwänden. Vogts Espressomobil macht im Zweistundentakt Station an den unterschiedlichsten Plätzen in der Stadt. Köppler lädt für den heutigen Samstag, zur Grillparty auf den Kellereiplatz.

Betrachtet man das Ergebnis der ersten Wahlgangs vor zwei Wochen, so liegt Christian Vogt mit 39,8 Prozent der Wählerstimmen klar vor Bernhard Köppler, der 19,8 Prozent der Stimmen bekam. Der Sozialdemokrat, von Beruf Architekt, ist trotz des Rückstandes guten Mutes. „Direktwahlen sind tückisch, da kann sich bei der Stichwahl noch einiges ändern“, gibt er sich optimistisch. Aus einer Sicht steht es am morgigen Wahlsonntag erst mal wieder 0:0.

Eine Wahlempfehlung für Köppler hat lediglich die unabhängige Kandidatin Friederike Röhr abgegeben. Sie bekam am 24. März 0,8 Prozent der Stimmen und schied im ersten Wahlgang aus. Für Christian Vogt, der als Jurist im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst arbeitet, spricht sich die FDP aus. Der Christdemokrat habe die Liberalen mit seiner Forderung nach Ausweisung neuer Gewerbegebiete und der Digitalisierung des Rathauses überzeugt, sagte FDP-Chef Werner Steinmann.

Grüne, Freie Wähler und Linke haben keine Wahlempfehlung abgegeben. Und auch der parteilose Kandidat Wilhelm Schultze forderte seine Wähler lediglich auf, wieder an die Urnen zu gehen. Der 23 Jahre alte Student hatte im ersten Wahlgang überraschend 12,3 Prozent der Stimmen bekommen. In Lorsbach, wo er zu Hause ist, lag er mit knapp 30 Prozent sogar vor allen anderen Bewerbern.

Der Ausgang der Bürgermeisterwahl am morgigen Sonntag hat auch Auswirkungen auf die Besetzung des zweiten hauptamtlichen Stadtratspostens, der seit der Pensionierung von Wolfgang Winckler vakant ist. Wird CDU-Mann Christian Vogt Verwaltungschef, hat die SPD das Vorschlagsrecht dafür. Das sieht der Kooperationsvertrag des Viererbündnisses aus CDU, SPD, Freien Wählern und FDP vor. Gewinnt Bernhard Köppler die Stichwahl, sind die Freien Wähler am Zug und können einen Kandidaten vorschlagen.

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