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In die Fahrzeughallen passen fast 40 Einsatzwagen.

Eschborn

Sportstudio und Skyline-Blick für die Feuerwehr

  • vonJürgen Streicher
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Das Notfallzentrum in Eschborn für 26,5 Millionen Euro ist eines der größten in Hessen.

Superlative beherrschen die Beschreibung des „Notfallzentrums“ am Ortsrand Richtung Steinbach. Größer, moderner als fast alle Feuerwehrzentren hessenweit, weit über Standard ausgerüstet, auf der größten Fläche und mit dem besten Ausblick. Nämlich vom Schulungsraum mit Dachterrasse auf die Skyline mit Frankfurts Bankentürmen. Gestandene Feuerwehrleute, die schon seit Jahrzehnten dabei sind, geraten ins Schwärmen, Bürgermeister Adnan Shaikh nennt sich einen „stolzen und glücklichen Mann“ ob des nun in Betrieb genommenen Zentrums. Das Projekt „Fundament für die Zukunftsarbeit der Feuerwehr“, so Stadtbrandinspektor Stefan Leber, hat 26 Millionen Euro gekostet.

Am Rande fällt auch mal der Begriff vom „kleinen Fort Knox“ angesichts des hohen Zauns, des wie ein Wachturm wirkenden Schlauchturms und der matt graubraunen Fassadengestaltung. Feuerwehrrot leuchtet hier nichts, wenn die Tore zur Fahrzeughalle geschlossen sind, nicht mal die Notrufnummer 112 an der Turmspitze leuchtet kräftig in den Himmel über Eschborn. Aber wenn sich die Tore öffnen, erklärt sich die Begeisterung der Wehrführung und der Crew über die neue Heimat fast ohne Worte. Das Feuerwehrgerätehaus verfügt über eine Fahrzeughalle mit 25 Stellplätzen, eine Fahrzeughalle für den Katastrophenschutz bietet 11 Stellplätze sowie drei für den Rettungsdienst. Traumhafte Verhältnisse nach der Enge am alten Standort in der Unterortstraße, der 52 Jahre lang Feuerwehrheimat war.

Stützpunkt

Das Notfallzentrum steht auf einem 16 000 Quadratmeter großen Grundstück. Neben der Feuerwehr bietet es der Rettungswache des Main-Taunus-Kreises und dem Arbeiter Samariter Bund (ASB) Heimat. Zur Freiwilligen Feuerwehr Eschborn gehören 72 Einsatzkräfte, darunter drei Hauptamtliche. Weitere 45 Wehrleute sind im Ortsteil Niederhöchstadt aktiv. Das Zentrum mit zwei Baukörpern hat 26,5 Millionen Euro gekostet. Im April soll das mit den Bürgern der Stadt gefeiert werden. (jüs)

Heimat soll der neue Stützpunkt in der wahren Bedeutung des Wortes sein. „Es soll ein Zuhause sein“, sagt der Wehrführer Frank Christian. Das Notfallzentrum sei „Arbeits- und Lebensraum“ für über 150 Menschen, neben der Feuerwehr und der Rettungswache sind das Mitarbeiter des Arbeiter Samariter Bundes (ASB). Das größte Gebäude mit über 6600 Quadratmetern Fläche hat die Feuerwehr erhalten. Für die Sicherheit von knapp 22 000 Einwohnern ist sie im Brandfall verantwortlich, die besondere Ausstattung ist dem Umstand geschuldet, dass die kleine Stadt zusätzlich 39 000 Arbeitsplätze bietet.

Durch ein Notfalltor des neuen Zentrums gibt es nun auch einen direkten Anschluss an die Landesstraße 3006, die Ampeln werden bei einem Einsatz sofort im Sinne der Feuerwehr umgestellt.

„Wir sind einen Tick schneller geworden“, bilanziert Frank Christian nach den Tests. Und im Innenbereich professioneller, moderner und zukunftsorientierter ausgerüstet. Mehrere Schulungsräume, Platz für den Nachwuchs in Fülle, Atemschutzwerkstatt, funktionale Umkleiden nach modernstem Standard, eine „Florianstube“ für die Geselligkeit und als absolutes Highlight ein top ausgestattetes Fitnessstudio.

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