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Das Rathaus von Eschborn.

Eschborn

Vielleicht eine Chance

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Wenn sich jetzt drei Fraktionen zusammentun, könnte es in Eschborn mit Adnan Shaikh als Rathauschef tatsächlich einen Neuanfang geben.

Man ist hin- und hergerissen ob der Strategie, die CDU, SPD und Grüne für die kommende Bürgermeisterwahl in Eschborn gewählt haben. Denn mit offenen Karten spielen die drei Fraktionen, die sich hinter dem Christdemokraten Adnan Shaikh versammelt haben, nicht. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass die demonstrierte Einigkeit wohl vor allem zum Ziel hat, eine Wiederwahl von Mathias Geiger (FDP) zu verhindern, der Ende letzten Jahres wegen Geheimnisverrates zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Vokabel wie „Neuanfang“ und „Gräben zuschütten“ deuten nur verklausuliert darauf hin.

Merkwürdig mutet diese Strategie vor allem deshalb an, weil Geiger bisher noch nicht erklärt hat, ob er erneut antreten wird. Sollte er auf eine Kandidatur verzichten, wäre Adnan Shaikh womöglich der einzige Kandidat und die Eschborner hätten am 20. Oktober gar keine echte Wahl.

Auf der anderen Seite: Das Ansehen Eschborns hat in den letzten Jahren durch Intrigen, Affären und fortdauernde Grabenkämpfe aller kommunalpolitischen Akteure arg gelitten. Viele wichtigen Projekte sind in Hessens reichster Stadt nicht vorangekommen. Wenn sich jetzt drei Fraktionen, die zusammen weit über 50 Prozent der Abgeordneten stellen, im Bürgermeisterwahlkampf zusammentun, könnte es mit Adnan Shaikh als Rathauschef tatsächlich einen Neuanfang geben. Die von CDU, SPD und Grünen gepriesene sachliche Zusammenarbeit müsste dann aber auch endlich im Parlament ankommen.

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