1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis
  4. Eschborn

Stadt will Projektstau beenden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bürgermeister Shaikh legt Haushaltsplan für 2023 vor

Eschborn - Im vergangenen Jahr hatte Adnan Shaikh noch zuversichtlich angekündigt, den letzten krisenbehafteten Haushalt vorzulegen. Gestern bekannte der Rathauschef, dass dem nicht so ist. Auch der städtische Haushaltsplan 2023 ist von einer Krise überschattet. Die Folgen aus dem Angriffskrieg der Russen in der Ukraine schlagen sich, wie in jeder anderen Kommune, auch im Eschborner Etatplan nieder. Shaikh stellte ihn am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung vor.

Die Auswirkungen der Krise sind in Eschborn nicht wirklich dramatisch. Unterm Strich steht im Plan des Bürgermeisters fürs kommende Jahr jedenfalls ein Plus von immerhin 4,5 Millionen Euro. Shaikh erwartet Erträge in Höhe von etwa 255 Millionen Euro und plant mit ungefähr 251 Millionen Euro an Aufwendungen.

Das meiste Geld spült nach wie vor die Gewerbesteuer in die Eschborner Kasse. Sie wird nach Schätzungen der Rathausspitze im kommenden Jahr etwa 200 Millionen Euro bringen. Kein Wunder, dass sich der Rathauschef über die Struktur in den Gewerbegebieten freut. Er sieht in ihnen „die Kornkammer unserer Stadt“.

„Ein guter Arbeitgeber, der auch ausbildet“

Gleichzeitig freut er sich aber auch, dass die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) der Stadt die Treue hält. Die GIZ zahle zwar keine Gewerbesteuer. Dass sie bleibe - gerade erst wurde der Grundstein für ein weiteres GIZ-Gebäude gelegt -, zeige aber, dass Eschborn attraktiv ist. Zudem sei die GIZ ein guter Arbeitgeber, der auch ausbildet.

Wichtig ist dem Rathauschef, dass der Haushalt 2023 eine Grundlage bietet, den Projektstau in der Stadt weiter abzubauen. So freut er sich, dass endlich der Grundstein für die Sanierung und Erweiterung der „Alten Mühle“ gelegt ist. Noch in diesem Jahr werde wahrscheinlich auch der Grundstein für die neue Halle mit einem 50-Meter-Becken am Wiesenbad gelegt.

Ein Vorhaben, das die politischen Gremien ebenfalls seit Jahren beschäftigt, ist die Sanierung und Erweiterung des Rathauses samt Neubau von Stadthalle und Bücherei. Im kommenden Sommer müsste der politische Weg beendet sein, dann könne noch im kommenden Jahr Baubeginn sein, ist der Rathauschef optimistisch. Derzeit wird für das Projekt mit Kosten von 87 Millionen Euro in den kommenden Jahren gerechnet.

„Wir wollen ein stabiler Partner in unsicheren Zeiten sein“, sagte Shaikh. Die Rathausspitze wisse, dass die Bürger enorm belastet sind und weiter belastet werden. Vor allem auch durch die Energiepreise. Deshalb sei ihm wichtig, dass die Hebesätze unverändert bleiben.

Wichtig ist Shaikh auch, dass die Vereinsförderung aufrechterhalten bleibt. 600 000 Euro sind im Haushaltsplan vorgesehen. Dazu kommen 400 000 Euro für die „Stärkung und Verbesserung“ der Sportanlage; zum Beispiel den Kunstrasen an der Westerbach-Sportanlage.

Eine Menge Geld fließt laut Plan im kommenden Jahr auch in die Förderung von Kultur im Umkreis. Mit 220 000 Euro werden unter anderem in Frankfurt die Oper, die Alte Oper oder das English Theater unterstützt. dmk

Auch interessant

Kommentare