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Das Rathaus Eschborn.

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Eschborn: Spannung bis zur Wahl

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Ruhe wird in Eschborn, Hessens reichster Stadt, bis Bürgermeisterwahl am 20. Oktober  wohl nicht einkehren. Ein Kommentar.

Kann ein Bürgermeister, der zugegeben hat, vertrauliche Unterlagen aus dem Rathaus publik gemacht zu haben und der dafür wegen Geheimnisverrats verurteilt wurde, wieder zur Wahl antreten? Diese Frage haben sich nach dem aufsehenerregenden Strafprozess gegen Mathias Geiger vor dem Frankfurter Landgericht im vergangenen Herbst viele gestellt.

CDU, SPD und Grüne, die mit dem liberalen Politiker ohnehin schon geraume Zeit haderten, wollen mit aller Kraft eine zweite Amtszeit von Geiger verhindern. Geschlossen haben sie sich schon vor Monaten hinter den christdemokratischen Kandidaten Adnan Shaikh gestellt. Er soll für einen „politischen Neuanfang“ in Eschborn sorgen, den Führungsanspruch der CDU in der Heimatstadt von Ex-Ministerpräsident Roland Koch untermauern.

Mathias Geiger hat sich lange Zeit gelassen, seine Wiederkandidatur bekanntzugeben. Nun hat er es getan und wirkt locker und entspannt.

Die Geschehnisse der Vergangenheit, die vielen Affären und Skandale rund um seine Person, die die Eschborner Politik in den letzten Jahren erschütterten – sie spielen für den 61-Jährigen offenbar keine Rolle. Die Mehrheit der Bürger stehe hinter ihm, ist Geiger überzeugt.

Ob das so ist, wird die Bürgermeisterwahl am 20. Oktober zeigen. Ruhe wird in Hessens reichster Stadt bis dahin wohl nicht einkehren.

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