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Skandal im Rathaus

Sekretärin will 150.000 Euro

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen einer Krankengeld-Erhöhung für die ehemalige Sekretärin des Eschborner Bürgermeisters Mathias Geiger (FDP). Sie fordert außerdem 150.00 Euro Abfindung und Schmerzensgeld wegen angeblich sexueller Belästigung durch Geiger.

Eine Abfindung von 140.000 Euro, 10.000 Euro Schmerzensgeld und einen „adäquaten Ersatzarbeitsplatz“ – das fordert eine Regensburger Anwaltskanzlei im Namen ihrer Mandantin Manuela Rambow von der Stadt Eschborn. Rambow hatte vor sechs Jahren den damaligen Ersten Stadtrat Mathias Geiger (FDP) beschuldigt, sie sexuell belästigt und gemobbt zu haben. Sie war damals wegen psychischer Probleme rund ein Jahr lang krank geschrieben.

Geiger bestritt die Vorwürfe, die seinerzeit – auch auf Wunsch Rambows – nicht weiter verfolgt wurden. Als die Bild-Zeitung die Geschichte im Bürgermeisterwahlkampf zwischen Mathias Geiger und Wilhelm Speckhardt (CDU) unter dem Motto „Sex-Skandal in Eschborn“ in die Öffentlichkeit gebracht hat, meldete sich Rambow am gleichen Tag erneut krank. Nach Angaben ihres Anwalts leidet sie seitdem an „exzessiven Schlafstörungen und psychischen Problemen“ und befindet sich erneut in psychologischer Behandlung.

Die Anwälte machen dafür „eine massive Schmutzkampagne zu Lasten unserer Mandantschaft in den örtlichen und überörtlichen Medien“ verantwortlich, die sie wiederum Mathias Geiger anlasten. Was verwundert, denn schließlich zielten die Berichte darauf ab, das Ansehen Geigers wenige Tage vor der Stichwahl zu beschädigen. Deswegen hatte Geiger daraufhin auch Strafanzeige erstattet.

Keine sexuelle Belästigung

Darüber hinaus habe Geiger Manuela Rambow bei seinem Versuch sich zu verteidigen, herabgewürdigt und verunglimpft, moniert ihr Anwalt. In einem Wahlbrief hatte Geiger einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden vertraulicher Unterlagen zum 1. FC Eschborn und der Beziehung zwischen Rambow und einem Fußballer hergestellt. „Massive Nötigung und Mobbing“ werfen die Anwälte ihm deshalb vor. Rambow selbst hatte zwei Tage vor der Amtseinführung Geigers als Bürgermeister in FAZ und Bild ihre Vorwürfe erneuert. Dabei räumte sie ein, dass Geiger sich ihr niemals körperlich genähert habe. Er selbst wies erneut alle Anschuldigungen zurück.

Die hätten auch vor sechs Jahren nicht den Tatbestand der sexuellen Belästigung erfüllt, erläutert die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu, sondern allenfalls den der „Beleidigung auf sexueller Basis“. Inzwischen wäre die Tat zudem verjährt.

Dennoch lässt die Staatsanwaltschaft derzeit in der Causa Geiger/Rambow im Eschborner Rathaus ermitteln. Dabei geht es um die Aufstockung des Krankengelds, die Manuela Rambow vor sechs Jahren mit dem Segen des damaligen Rathauschefs Speckhardt gewährt wurde. Pikant: Ein ähnliches Vorgehen fordert ihr Anwalt jetzt wieder.

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