Eschborn

3,5 Millionen Euro gegen Corona-Folgen

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Die SPD Eschborn will lokale Betriebe, Vereine und die Kulturszene unterstützen. Am Geldmangel könne die Umsetzung in der Stadt nicht scheitern, ist sich die Fraktionsspitze einig.

Das Förderprogramm, das die Folgen der Pandemie für die lokale Wirtschaft, für Vereine, ältere Menschen und Kinder und Jugendliche in Eschborn abmildern soll, ist mit heißer Nadel gestrickt. „Wir haben die Ideen in den letzten Tagen erarbeitet“, berichtete SPD-Fraktionschef Bernhard Veeck in einem Pressegespräch. Nun hoffen die Genossen, dass andere Fraktionen das Hilfspaket unterstützen, so dass die städtischen Fördergelder bald fließen können.

3,5 Millionen Euro will die SPD insgesamt dafür ausgeben. Am Geldmangel könne die Umsetzung in Eschborn nicht scheitern, ist sich die Fraktionsspitze einig. Die Stadt habe viele Millionen Euro in den Rücklagen. Über Paragraf 100 der Hessischen Gemeindeordnung könnten die Mittel lockergemacht werden, sagte Bernhard Veeck. Ab Anfang 2021 könnte dann ein Haushaltsposten für die lokalen Corona-Hilfen geschaffen werden.

Finanziell unterstützt werden sollen vor allem lokale Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister. Die Stadt könnte 20 Prozent der Miete und anderer Fixkosten bis März 2021 übernehmen, schlagen die Genossen vor. Zusätzlich sollen Unternehmen über ortsansässige IT-Firmen Hilfe beim Aufbau ihres Internetauftritts bekommen.

Außerdem will die SPD 100-Euro-Gutscheine für Restaurants, Einzelhandel, Friseure oder Kosmetikstudios verlosen lassen. Die Kosten dafür solle die Stadt übernehmen, Kundinnen und Kunden sollten einen Eigenbeitrag von 25 Euro leisten. Mehr als 1,5 Millionen Euro wollen die Sozialdemokraten für diese Maßnahmen insgesamt ausgeben.

Hilfe in Höhe von jeweils 2000 Euro soll es auch für Vereine geben, beispielsweise um Videokonferenzprogramme in Zeiten der Pandemie zu installieren. Die Schwalbacher Tafel, die auch in Eschborn aktiv ist, will die SPD mit zusätzlich 30 000 Euro unterstützen.

Um den sozialen Zusammenhalt zu stärken, schlagen die Genossen vor, zwischen Dezember und März rund 50 Kleinkunstveranstaltungen an Seniorenwohnanlagen oder öffentlichen Plätzen zu organisieren. Für Schülerinnen und Schüler, die zu Hause nicht digital lernen können, solle die Stadt 250 Tablets mit Prepaidkarten anschaffen, heißt es in dem Papier.

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