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Eschborn

FDP ist zweitstärkste Kraft in Eschborn

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Für den Höhenflug seiner Partei sorgte vor allem Eschborns Ex-Bürgermeister Mathias Geiger der fast 3000 Einzelstimmen bekam. Er hat ein Abgeordnetenmandat im neuen Parlament.

Die Eschborner FDP hat bei den Kommunalwahlen am Sonntag das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Mit 18,5 Prozent der Stimmen wurden die Liberalen zweitstärkste Kraft in Hessens reichster Stadt. Sie haben künftig sieben Sitze im Parlament, genau so viele wie die Grünen.

Dabei sah es beim Trendergebnis am Wahlabend, das nur die Listenstimmen berücksichtigte, noch gar nicht nach einem Wahlerfolg für die FDP aus. Die Aufholjagd begann erst, als die kumulierten und panaschierten Stimmen ausgezählt wurden. Ein Kandidat schnitt dabei besonders gut ab: Ex-Bürgermeister Mathias Geiger. Er hatte auf Platz 30 der FPD-Liste kandidiert, bekam 2898 Stimmen und arbeitete sich auf den dritten Platz hoch. Der 63-Jährige hat ebenso einen Parlamentssitz sicher wie seine Frau Angela, die ebenfalls auf der Liste nach oben rutschte.

„Wir wussten, dass Mathias Geiger in Eschborn auf ein stabiles Netzwerk zurückgreifen kann – trotz aller problematischen Themen in seiner Biografie“, sagte FDP-Vorsitzender Christoph Ackermann der FR. Er spielte damit auf Geigers Verurteilung wegen Geheimnisverrats in seiner Zeit als Erster Stadtrat an. Die Wahl für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister im Herbst 2019 hatte Geiger nach dem Gerichtsurteil verloren. Adnan Shaikh (CDU), der als Kandidat auch von der SPD und den Grünen unterstützt wurde, ist seit März vorigen Jahres Eschborner Rathauschef.

Geiger habe ein Jahr politisch pausiert, seine Erfolge als Bürgermeister würden jedoch von vielen in der Stadt weiterhin geschätzt, ist Ackermann überzeugt. Welche Abgeordneten am Ende tatsächlich für die Liberalen ins Eschborner Parlament einziehen, werde sich am Wochenende entscheiden, kündigte der Parteichef an. Dass die FDP-Fraktion mit Geiger in ihren Reihen womöglich kein Koalitionspartner für die CDU sein könnte, sei dabei kein Kriterium. „Hier geht es um den Wählerwillen und nicht um Pöstchen“, betonte Ackermann.

Die Christdemokraten können sich in der Heimatstadt des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) über Zugewinne freuen. Als stärkste Fraktion mit elf Sitzen würden sie Koalitionsverhandlungen führen, sagte Parteichef Roland Abt der FR und betonte: „Wir sind nach allen Richtungen offen und werden bei den Gesprächen niemanden ausschließen.“ Es gehe um sachliche, zielorientierte Politik für Eschborn.

Um eine Regierungskoalition zu bilden, brauchen die Christdemokraten auf jeden Fall zwei Partner. Ein Bündnis alleine mit den Grünen, wie es in der vorletzten Wahlperiode in Eschborn schon einmal existierte, ist nicht möglich. Ein schwarz-grün-gelbes Jamaikabündnis hätte 25 von 37 Parlamentssitzen.

Käme die SPD als dritter Partner ins Boot, verfügte die Koalition über 24 Abgeordnetensitze. Eine Mehrheit ergäbe auch eine Kooperation von CDU, Grünen und FWE oder CDU, FDP und FWE.

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