Eschborn

Eschborner Wiesenbad bekommt zweite Schwimmhalle

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Die große Mehrheit der Stadtverordneten hat dem Neubau für rund 15,7 Millionen Euro zugestimmt. Das geplante Parkdeck ist allerdings gestrichen.

Der Bürgermeisterwahlkampf in Eschborn ist geschlagen. Amtsinhaber Mathias Geiger (FDP) muss gehen. Nachfolger, Adnan Shaikh (CDU), tritt Mitte Februar sein neues Amt an.

Und plötzlich fallen im Parlament Entscheidungen zu Themen, die seit Jahren in der Stadt kontrovers diskutiert werden. Eines davon ist der Bau einer zweiten Schwimmhalle am Wiesenbad, auf die der Schwimmclub Westerbach und seine fast 2000 Mitglieder schon seit Jahrzehnten warten. Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten jetzt beschlossen, dass die neue Halle gebaut wird und einen Kostenrahmen von rund 15,7 Millionen Euro dafür festgelegt.

Acht 50 Meter lange Bahnen sind geplant sowie eine eigene Eingangshalle für den Neubau. Gegenstimmen gab es in der jüngsten Parlamentssitzung keine. Einzig die Grünen enthielten sich. Ihre Fraktion habe sich stets gegen die Zwei-Hallen-Lösung ausgesprochen und eine Erweiterung des Freibades präferiert, begründete Fraktionschefin Bärbel Grade die Entscheidung.

Das Wiesenbad

Das vorhandene Hallenbadmit seinem 25-Meter-Becken platzt besonders in den Wintermonaten aus allen Nähten.

Genutzt wirdes nicht nur von Freizeitschwimmern, sondern auch von Schulen und Vereinen wie dem SC Westerbach.

Da in der Regionmehrere Hallenbäder geschlossen wurden, kommen auch viele Schwimmer aus der Umgebung nach Eschborn. 

Die Wasserfläche des Wiesenbades sei zu klein. Sowohl Freizeitschwimmer als auch Vereinsmitglieder hätten zu wenig Platz zum Trainieren, sagte SPD-Fraktionschef Bernhard Veeck. Der Sozialdemokrat verteidigte die langen Beratungen zur Erweiterung des Wiesenbades. Sie seien notwendig und sinnvoll gewesen, „um zu einem Ergebnis zu kommen, das gerade auch in Hinsicht auf die Kosten auf einen langen Zeitraum verantwortungsvoll angelegt ist.“

Durch den jetzt beschlossenen Hallenneubau sei ein guter Kompromiss gefunden worden, damit das Wiesenbad künftig als Familien- ebenso wie als Vereinsbad genutzt werden könne, sagte Veeck. Darüber hinaus sollten auch Schulen aus Eschborn und anderen Gemeinden die Möglichkeit erhalten, das Wiesenbad für den Sportunterricht zu buchen.

Verglichen mit dem Entwurf zur Wiesenbad-Erweiterung, den Bürgermeister Mathias Geiger den Stadtverordneten Mitte letzten Jahres vorgelegt hatte, fällt der Eingangsbereich für die zweite Schwimmhalle nun kleiner aus. Und es müssen weniger Veränderungen an den bestehenden Gebäuden durchgeführt werden.

Komplett gestrichen wurde der Bau eines neuen Parkdecks am Wiesenbad. Drei Millionen Euro sollte es kosten, die Zahl der Parkplätze wäre dadurch auf 215 Stellplätze gestiegen. Nun sehen die Pläne vor, den bisherigen Parkplatz für rund 530 000 Euro auf insgesamt 184 Stellplätze zu erweitern. Das ist immer noch deutlich mehr als die Stellplatzsatzung vorsieht.

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