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Eschborn: Stadt plant Bürgergarten

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Von: Andrea Rost

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Könnte eine Blaupause für Eschborn sein: Der Gemeinschaftsgarten „Essbare Siedlung“ am Südring in Hattersheim.
Könnte eine Blaupause für Eschborn sein: Der Gemeinschaftsgarten „Essbare Siedlung“ am Südring in Hattersheim. © Renate Hoyer

Wer in Eschborn lebt oder arbeitet, soll bald sein eigenes Gemüse auf einer Parzelle im Eschborner Stadtgarten anpflanzen können. Die Kommune will für das Gemeinschafsprojekt das Gelände einer ehemaligen Baumschule zur Verfügung stellen.

Der Trend des „Urban Gardening“, des Gärtnerns in der Stadt, soll jetzt auch in Eschborn Einzug halten. Auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule im Fasanenweg, unweit des Freizeitgeländes In den Unterwiesen, plant die Stadt, einen Gemeinschaftsgarten anzulegen – mit Gewächshäusern, Hochbeeten und Parzellen für alle jene, die ihr eigenes Gemüse anbauen wollen. Gerade in Pandemiezeiten sei das Interesse der Menschen groß, sich im Freien zu beschäftigen, weiß Eschborns Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU). Die Idee, die vor eineinhalb Jahren Fraktionsmitglieder von SPD, Grünen und CDU zur Sprache brachten, sei deshalb von der Verwaltung aufgegriffen und ein Konzept für das Projekt mit dem Arbeitstitel „Stadtgarten Eschborn“ ausgearbeitet worden. In den nächsten Wochen werden Ausschüsse und Stadtparlament darüber beraten. Idealerweise könne bereits in diesem Sommer mit dem Anpflanzen und Ernten im Gemeinschaftsgarten begonnen werden, stellte Shaikh im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau in Aussicht.

Die Vergabe der Gärtnerparzellen soll unkompliziert ablaufen, die Mitgliedschaft in einem Verein oder eine finanzielle Beteiligung nicht zwingend nötig sein. Eschborner Bürgerinnen und Bürger sollen ebenso eine Parzelle oder ein Beet bewirtschaften können wie Menschen, die in der Stadt arbeiten.

Als Ort der Kommunikation und des Austausches stelle er sich den Stadtgarten vor, sagt Adnan Shaikh. Im Konzept, über das die Stadtverordneten beraten, ist auch davon die Rede, dass ein Frühjahrs- oder ein Herbstmarkt auf dem Gelände stattfinden könnten, Lesungen zum Thema Garten, Konzerte und nicht gewerbliche Flohmärkte.

Organisiert werden soll das Projekt mit Unterstützung eines Vereins oder eines Freundes- beziehungsweise Förderkreises. Die Stadt würde das 1000 Quadratmeter große Grundstück zwischen den beiden großen Eschborner Gewerbegebieten zur Verfügung stellen, die Gärtnerparzellen abstecken und Hochbeete anlegen. Zwei Gewächstunnel, die von der Baumschule stehen geblieben sind, könnten weitergenutzt werden.

Damit auch Menschen mitmachen können, die im Gärtnern unerfahren sind, soll es fachkundige Ansprechpartner:innen geben. Außerdem will die Stadt Gartenwerkzeug zur Verfügung stellen, das dann vor Ort kostenlos ausgeliehen werden kann.

Als Blaupause für das Eschborner Projekt könnte nicht nur der Neue Frankfurter Garten des Vereins „Bienen-Baum-Gut“ dienen, sondern auch die „Essbare Siedlung“ am Hattersheimer Südring. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat dort einen Gemeinschaftsgarten auf Rasenflächen zwischen Wohnblocks angelegt. Das interkulturelle Beteiligungsprojekt wurde in der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

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