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Schäferhund Hektor und seine Besitzerin Tiana Tabakaraki kommen jeden Tag zum Hunde-Auslaufplatz.
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Schäferhund Hektor und seine Besitzerin Tiana Tabakaraki kommen jeden Tag zum Hunde-Auslaufplatz.

Eschborn

Eschborn: Hundewiese mit Zaun kommt gut an

Seit einem Jahr gibt es den Hunde-Auslaufplatz zwischen Eschborn und Niederhöchstadt. Das Interesse ist groß. Demnächst entscheidet das Parlament, wie es mit dem Pilotprojekt weitergeht.

Schon auf dem Parkplatz kann Tiana Tabakaraki ihren Schäferhund kaum bändigen. Als die beiden die Eingangsschleuse passiert haben, stürmt Hektor auf die Hundewiese, schnappt sich einen blechernen Napf, wirbelt sein Spielzeug durch die Luft und rennt los, was das Zeug hält. „Er braucht viel Auslauf“, sagt die Eschbornerin. „Wir haben zwar einen Garten, aber der ist nicht groß genug für ihn.“

Jeden Tag kommt Tabakaraki deshalb mit Hektor zum Festplatz zwischen Eschborn und Niederhöchstadt. Seit Juni vergangenen Jahres gibt es hier einen Auslauf für die Vierbeiner. Die SPD hatte die Idee, Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU) setzte sie kurzfristig um – zunächst als Pilotprojekt. Eine 4700 Quadratmeter große Fläche wurde eingezäunt, Bänke, Mülleimer und Schilder aufgestellt, Bäume gepflanzt. Nach Angaben von Rathaussprecherin Beate Brendel hat die Stadt für die Hundewiese bisher 22 000Euro ausgegeben.

Das Interesse ist groß, auch von auswärts. Auf dem Parkplatz an der Hauptstraße stehen neben Autos aus dem Main-Taunus-Kreis auch solche mit Frankfurter Kennzeichen, Fahrzeuge aus dem Hochtaunus und aus Wiesbaden. Aus Sossenheim komme sie jede Woche einmal mit ihrem Labrador-Ridgeback Totto zur Hundewiese in Eschborn, erzählt Simone Kitzel. „Hier trifft man nette Leute, kann sich unterhalten, und die Hunde haben untereinander Kontakt, das ist gut fürs Sozialverhalten.“ Am wichtigsten jedoch sei ihr, dass das Gelände eingezäunt sei. „Da kann ich meinen Hund frei laufen lassen, ohne Sorge zu haben, dass er mir auf die Straße rennt.“ In Frankfurt gebe es zwar auch Hundewiesen. „Aber die haben fast alle keinen Zaun.“ Ansonsten herrsche Leinenzwang in der Stadt.

Auch Diana Meklenburg aus Flörsheim kennt kein vergleichbares Gelände in der Region, auf dem sich ihr Chow-Chow-Spitz-Mischling Tomy so austoben kann wie in Eschborn. Sogar Lauf- und Balltraining hat sie mit dem eineinhalbjährigen Rüden auf der Hundewiese schon gemacht und Gehorsamkeit geübt. Fast jede Woche sei sie da, sagt Meklenburg. „Ich habe hier nette Freundschaften mit anderen Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern geschlossen.“

Die Stadt Eschborn hat für die Hundewiese eine Platzordnung erlassen, die man auf einem grünen Schild am Eingang nachlesen kann. Das Gelände ist demnach rund um die Uhr geöffnet. Hunde sollen nicht angeleint sein, damit sie weglaufen können, falls sie von Artgenossen bedrängt werden. Gebuddelte Löcher müssen wieder verschlossen, Schäden im Zaun umgehend im Rathaus gemeldet werden, heißt es auf dem Schild. Und der Hundekot müsse entsorgt werden.

Vor kurzem hat die Stadt Eschborn eine Onlineumfrage zur Hundewiese vorgenommen. Die Ergebnisse würden zurzeit ausgewertet, sagte Beate Brendel der Frankfurter Rundschau. Aus Sicht der Verwaltung gebe es jedoch keinen Grund, den Auslaufplatz wieder abzuschaffen. Die städtischen Gremien würden am Ende darüber entscheiden.

Thomas Riesinger aus Praunheim hofft, dass die Wiese erhalten bleibt. Er sei gehbehindert, erzählt der Rentner, der es sich auf einer Bank am Rande des Geländes gemütlich gemacht hat. Für seinen siebenjährigen Beagle Sammy sei solch ein eingezäunter Auslauf deshalb besonders wichtig. „Wenn ich in Frankfurt zu einer Hundewiese fahre, finde ich keinen Parkplatz. Hier in Eschborn kann ich mein Auto direkt vor dem Tor abstellen.“ Die Gebühr von 70 Cent pro Stunde zahlt er dafür gerne.

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