In der Coronakrise gehen jüngere für ältere Menschen einkaufen, damit die sich nicht infizieren.  
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In der Coronakrise gehen jüngere für ältere Menschen einkaufen, damit die sich nicht infizieren.  

Rhein-Main

Rhein-Main: Freiwillige kaufen ein

  • vonDiana Unkart
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Initiativen, die sich in Rhein-Main um die Versorgung älterer und chronisch kranker Menschen kümmern, suchen Helfer.

Immer mehr Initiativen bieten Hilfe für ältere oder chronisch kranke Menschen an, die wegen der Corona-Pandemie besonders gefährdet sind.

Unter anderem hat der Eschborner  Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU) eine Initiative ins Leben gerufen, die insbesonders ältere und immunschwache Menschen unterstützen soll, die keine nahen Verwandten oder Bekannten haben, die ihnen helfen können. Die Idee ist, dass sich unter der Mail-Adresse ich-will-helfen@eschborn.de Menschen melden sollen, die entweder selbst Hilfe benötigen oder solche, die gerne ihre Hilfe anbieten möchten.

Die städtische Mitarbeiterin Susanne Däbritz koordiniert mit ihrer Kollegin Belinda Müller und ihrem Kollegen Ali Kacar von der Seniorenberatung die Hilfen. Jüngere und gesunde Menschen übernehmen für Ältere und Kranke oder Personen, die unter Quarantäne stehen, den Gang zur Apotheke oder zum Supermarkt. Für Menschen, die Hilfe benötigen, wird ein Einkaufshelfer organisiert. An ihn kann eine Einkaufsliste übergeben werden. Den Einkauf gibt der Helfer persönlich ab oder stellt ihn vor die Tür. Es ist auch möglich, die Liste in den Briefkasten des Eschborner Rathauses oder der Verwaltungsstelle Niederhöchstadt einzuwerfen. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter 0 61 96 / 49 03 20, -343 oder -857 erreichbar.

In Oberursel  bietet die Ehrenamtsagentur „Netzwerk Bürgerengagement Oberursel“ (NBO) nachbarschaftlichen Hilfen an. Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger melden, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen dürfen oder können sowie Freiwillige, die diesen Menschen helfen wollen. Wer Hilfe benötigt oder helfen möchte, wendet sich an zeit_spenden@oberursel.de oder telefonisch an das NBO unter 0 61 71 / 50 21 80. Der Anrufbeantworter wird täglich abgehört. Das Büro der Ehrenamtsagentur bleibt für persönliche Beratungsgespräche geschlossen. Das Team kann mittwochs und samstags jeweils von 10 bis 13 Uhr erreicht werden.

In Hochheim  werden Senioren, die nicht die Möglichkeit haben, sich von Angehörigen versorge zu lassen, gebeten, sich beim Beratungsbüro „Älter Werden“ zu melden. Das Büro vermittelt Einkaufshelfer. Auch freiwillige Helfer unter 60 Jahren, die sich bereit erklären, für Senioren einkaufen zu gehen, melden sich im Beratungsbüro während der Telefonsprechzeiten – Montag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und Dienstag von 16 bis 18 Uhr. Die Mailadresse lautet: aelterwerden.hochheim@caritas-main-taunus.de.

Wer in Kelkheim  Hilfe benötigt, kann sich ab sofort im Rathaus unter der Telefonnummer 0 61 95 / 80 34 10 oder per Mail nachbarschaftshilfe@kelkheim.de melden.

Alle Angebote zu helfen, werden ebenfalls unter dieser Telefonnummer und Mailadresse gebündelt. Nach Angaben der Stadt gibt es viele Menschen und ein Unternehmen, die Hilfe anbieten.  

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