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50.000 Quadratmeter hochwertiger Büroflächen sollen im Businessquartier „Börsenplatz Eschborn“ entstehen.
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50.000 Quadratmeter hochwertiger Büroflächen sollen im Businessquartier „Börsenplatz Eschborn“ entstehen.

Eschborn

Eschborn: Baubeginn für Büroviertel „Börsenplatz“

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Gertler Estates aus Frankfurt investiert 100 Millionen Euro in ein neues Büroviertel im Eschborner Gewerbegebiet Süd.

Noch stehen auf dem geschotterten Areal an der Mergenthaler Allee mehrere kleine Imbissbuden, und Autos parken auf dem Gelände, das bis zum Gebäude „The Cube“ reicht, dem Sitz der Deutschen Börse. Bald soll sich das allerdings ändern. Denn der Frankfurter Projektentwickler Gertler Estates will im Eschborner Gewerbegebiet Süd mit dem Bau seines neuen Büroquartiers „Börsenplatz“ beginnen. Schon Mitte Mai könnten die Bagger rollen, hofft Bernd Reinheimer, der bei Gertler für Finanzen und Marketing zuständig ist. Der Bauantrag sei gestellt. Mit der Fertigstellung des erstem Bauabschnittes für das Großprojekt rechnet er Ende 2024.

Tausend Beschäftigte der Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), die zurzeit in einem Bürohaus in der Frankfurter Straße ihre Schreibtische haben, sollen dann in den siebenstöckigen Neubau umziehen. Fast die Hälfte der insgesamt gut 50 000 Quadratmeter großen Bürofläche, die im Quartier „Börsenplatz“ zur Verfügung stehen werden, sei nach dem Einzug des Bafa belegt, kündigte Reinheimer im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau an. Im Erdgeschoss sollen ausschließlich Einzelhandel und Gastronomie untergebracht werden. Mit potenziellen Mietern sei man im Gespräch.

Bereits vor fünf Jahren hatte Gertler Estates sein Großprojekt „Börsenplatz“ aus der Taufe gehoben, die Fertigstellung von mehreren Gebäuden und einem 60 Meter hohen Büroturm als Landmarke im Zentrum des boomenden Eschborner Gewerbegebietes an der A66 für das Jahr 2022 angekündigt. Doch das Projekt, das rund 100 Millionen Euro kosten soll, kam nicht so richtig zum Laufen.

„Wir haben uns schwergetan, einen Großmieter zu finden“, räumte Bernd Reinheimer ein. Absagen kamen von der Deutschen Börse, die ihren Mietvertrag im „Cube“ bis 2038 verlängert hat, und vom Eletronikkonzern Samsung, der die Nachbarstadt Schwalbach zwar verlässt, mit seiner Deutschlandzentrale aber in den neuen Bürocampus „Eschborn Gate“ an der Frankfurter Straße einziehen wird.

Das Gewerbegebiet

Mit 21.000 Arbeitsplätzen ist Eschborn Süd die „Cashcow“ unter den Gewerbegebieten in Hessens reichster Stadt

Die Bebauungspläne für die 50 Hektar große Bürostadt zwischen Autobahn A 66, Bahnstrecke, Landesstraße 3005 und Sossenheimer Straße stammen aus den 1960er und 1970er Jahren.

Viele international agierende Unternehmen haben ihren Sitz in Eschborn Süd. Die Deutsche Bank und die Deutsche Börse zählen dazu, außerdem der koreanische Elektronikkonzern LG und der Software-Entwickler SAP.

Gründervater des Gewerbegebietes Eschborn Süd war der frühere Eschborner Bürgermeister Hans-Georg Wehrheim (SPD).

In den 1960er Jahren kaufte die Gemeinde in seiner Amtszeit Grundstücke von örtlichen Landwirten am südlichen Stadtrand, um darauf ein Gewerbegebiet zu entwickeln. (aro)

Mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sei nun für den „Börsenplatz“ ein Mieter gefunden, mit dem die Gertler-Gruppe schon seit den 1970er Jahren zusammenarbeite, berichtete Reinheimer. Damals habe das Frankfurter Familienunternehmen das alte Bafa-Gebäude auf dem firmeneigenen Grundstück an der Frankfurter Straße errichtet und an die Behörde vermietet. Danach sei die Immobilie an einen US-Investor weiterverkauft worden.

Wenn die Bundesbehörde nun im neuen Büroviertel „Börsenplatz“ einzieht, so soll das eine Art Sogwirkung entfalten, damit sich weitere Unternehmen für das Quartier interessieren. Was die Flächenaufteilung in den Gebäuden betrifft, die im zweiten und dritten Bauabschnitt errichtet werden sollen, werde man flexibel sein, kündigte Reinheimer an. „Wir müssen sehen, wer kommt und was gebraucht wird.“ Weitere 20 000 Quadratmeter an Büroflächen seien in dem Businessquartier geplant.

Am Eingang zum Gewerbegebiet Süd, auf dem Gelände des früheren Hellweg-Baumarktes, rollen unterdessen bereits die Bagger. Projektentwickler OFB kündigt die Fertigstellung des Bürokomplexes „Eschborn Gate“ für 2024 an. Samsung wird mit 800 Mitarbeiter:innen einziehen.

Auch an der Alfred-Herrhausen-Allee kurz vor der Frankfurter Stadtgrenze wird es Veränderungen geben. Die Deutsche Bank hat ihr dort gelegenes Technikzentrum ebenfalls an die OFB-Projektentwicklung verkauft und wird das 20-stöckige Gebäude spätestens 2024 räumen. Der Investor will nach eigenen Angaben einen Bürocampus auf dem Gelände entwickeln.

Ob dafür die bestehenden Gebäude revitalisiert oder abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden, steht noch nicht fest. Die Neugestaltung des Grundstückes in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn-Station Eschborn Süd soll 2025 beginnen.

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