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Eschborn

Ehrenamt für Flüchtlinge

Für ein Modellprojekt sollen Vereine gewonnen werden. Nabu, Eschathlon und der Brauchtumsverein haben schon Projekte gestartet.

Liha Sherifi und Batul Al Haiji wissen nicht, was das Wort Ehrenamt bedeutet. In Syrien und Afghanistan, ihren Heimatländern, gibt es den Begriff nicht. Doch das, was die zwei Frauen in der Andreasgemeinde Niederhöchstadt leisten, ist nichts anderes als ehrenamtliche Arbeit: Sie helfen alle vierzehn Tage unentgeltlich beim Kochen für den Seniorenmittagstisch und die Fasten-Andachten in der Passionszeit.

Eine bessere Integration versprechen sich Stadt und Land von dem Modellprojekt „Flüchtlinge für bürgerschaftliches Engagement gewinnen“. Mit neun anderen Kommunen aus ganz Hessen ist Eschborn dafür ausgewählt worden. 3000 Euro Zuschuss zahlt das Land dafür, dass die Stadt von den 350 in Eschborn lebenden Flüchtlingen einige für die ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und Kirchengemeinden gewinnt.

Auf ein von Stadtrat Thomas Ebert (Grüne) verfasstes Schreiben meldeten sich nach Angaben von Dieter Storck, Koordinator für interkulturelle Integration und Flüchtlinge, zum Beispiel der Verein Eschathlon, der jährlich einen Halbmarathon veranstaltet. Auch die Ortsgruppe des Naturschutzbundes will die Flüchtlinge bei dem Bau von Nistkästen und der Pflege eines Biotops einbinden und der Niederhöchstädter Brauchtumsverein möchte mit den Flüchtlingen Streuobstwiesen pflegen und Äpfel ernten.

Bei drei Veranstaltungen in den Unterkünften zeigten immerhin 50 Flüchtlinge Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement. Einige von ihnen geben derzeit sieben deutschen Ehrenamtlern Arabisch-Unterricht. „Wo Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen kommen, werden Ängste abgebaut“, sagt Ulrike Bohni von der Andreasgemeinde. Ein gutes Fazit.

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