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Dissens um ein Bauvorhaben

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Eschborn FDP plädiert für Senioren-Projekt auf dem altem Feuerwehr-Areal

Dass sich die Koalition und die drei Oppositionsfraktionen häufig uneins sind, ist politische Normalität. So hat die CDU kürzlich bekräftigt, sich um Wohnungsbau "für alle gesellschaftlichen Bedarfe" einzusetzen. Wohnraum-Schaffung avancierte in den vergangenen Jahren zu einem der am stärksten diskutierten Themen. Alle sind dafür, bezahlbaren Wohnraum zu errichten. Aber wenn es daran geht, Flächen auszudeuten und Bedingungen festzuzurren, gehen die Ansichten oft auseinander.

Wohnungen sollen beispielsweise auch auf dem ehemaligen Feuerwehr- und Bauhof-Gelände an der Unterortstraße entstehen, auch für anerkannte Asylbewerber. 30 Prozent der rund 60 geplanten Wohnungen sollen gefördert werden. So legten es die Koalition und die Linken am 19. Mai 2022 fest. Dass die CDU dies jüngst in einer Partei-Publikation hervorhob, rief die FDP auf den Plan. Sie erinnert daran, dass die Stadt 2015 "eine groß angelegte Umfrage" zum Thema "Wohnen und Leben im Alter 55+" durchgeführt habe.

"Starke 48 Prozent der Befragten im Stadtteil Eschborn" hätten sich dabei für die ehemalige Feuerwehr in der Unterortstraße "als persönlich präferierten Standort für seniorengerechtes Wohnen" ausgesprochen. 2476 Bürger nahmen an der Umfrage teil. FDP-Fraktionschef Christoph Ackermann teilt weiter mit, dass Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU) vor einiger Zeit die aktuelle Bewerbungssituation für seniorengerechte Wohnungen skizziert habe. Ackermann fasst zusammen: "In der Hofreite Niederhöchstadt warten 62 Bürger auf eine Wohnung. Am Rapp-Kreisel haben sich 113 Bürger auf geförderte sowie 194 Bürger auf frei finanzierte Wohnungen beworben. Insgesamt entstehen dort allerdings nur 29 Wohneinheiten. Das Delta umfasst demnach weit mehr als 300 Bürger".

Für die FDP liegt daher der Gedanke nahe, "alle nötigen Schritte einzuleiten", um am Standort der alten Feuerwehr in Eschborn "möglichst viele seniorengerechte Wohnungen" zu errichten. So ist es aber nicht vorgesehen. Die FDP hofft darum, dass die Planungen für ein mögliches Bauvorhaben an der Unterortstraße "einige Jahre in Anspruch nehmen" werden. ask

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